Herzogenaurach
Baumassnahme

Mehr Platz für die Herzogenauracher Schüler

Zum Spatenstich für den neuen Pavillon an der Herzogenauracher Carl-Platz-Schule trafen sich Vertreter der Stadtverwaltung, Architekten und Schulleitung.
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Schulleiter Markus Hahn, Albert Geinzer, Gebäudewirtschaft, Bürgermeister German Hacker, Zweite Bürgermeisterin Renate Schroff sowie die Architekten Friedrich Bär und Alexander Frank beim Spatenstich an der Carl-Platz-Schule Foto: Richard Sänger
Schulleiter Markus Hahn, Albert Geinzer, Gebäudewirtschaft, Bürgermeister German Hacker, Zweite Bürgermeisterin Renate Schroff sowie die Architekten Friedrich Bär und Alexander Frank beim Spatenstich an der Carl-Platz-Schule Foto: Richard Sänger
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Mit dem Spatenstich für den Neubau des Pavillons an der Carl-Platz-Schule startete ein weiteres Bauprojekt der Stadt. Wie Bürgermeister German Hacker erläuterte, wird der Neubau knapp sechs Millionen Euro teuer als geplant, wobei eine Förderzusage des Freistaates Bayern in Höhe von 492 000 Euro bereits vorliegt. Die Fertigstellung ist im Oktober 2017 geplant. Nach Abriss des alten Gebäudes, der Vorbereitung des Untergrunds und dem Verlegen neuer Kanalleitungen kann nun der Ersatzneubau des Pavillons an der Carl-Platz-Schule angefangen werden.

Das Gebäude wird auch die Räume enthalten, die für Ganztags- und Mittagsbetreuung notwendig sind, aber auch neue Klassenzimmer für den bestehenden und künftigen Bedarf. Mit dem Neubau des Pavillons auf dem Schulgelände wird auch eine Lernwerkstatt entstehen. Das Stadtoberhaupt wies nochmal auf die Gründe für die "Maximallösung" hin.



Von Anfang an umstritten

Die von der Verwaltung favorisierte "Variante B" von den Architekten Bär, Stadelmann und Stöcker führte bereits im Kulturausschuss und später im Stadtrat zu teils emotionalen Diskussionen. Die CSU-Stadträte konnten sich mit dem zweiten Obergeschoss nicht anfreunden und stimmten dann auch dagegen, weil bei Bedarf immer noch die Möglichkeit einer Aufstockung gegeben wäre.

In die Beratungen über den Pavillon waren auch die Schulleitung und die Regierung von Mittelfranken einbezogen. Der Ersatzbau war in den Gremien unstrittig, aber die Stadträte gingen anfangs von einem zweistöckigen Gebäude aus.

Bei Vorstellung der Planung führten Bürgermeister Hacker und Architekt Rainer Stöcker eine Reihe von Gründen an, die für die Maximallösung sprachen. So gebe es so nur eine Baumaßnahme und die Möglichkeit des späteren Innausbaus. Es werde dadurch auch vermieden, dass in vielleicht drei Jahren erneut eine Baustelle an einem schwer erreichbaren Ort eingerichtetauzeit in Containern ausgelagert werden müssten. Mit dem Neubau sei der jetzige Schulstandort aber auch maximal ausgenutzt.

Hacker argumentierte auch damit, dass sich bei einem schon vorhandenen zweiten Obergeschoss die Raumreserve von vier Klassenzimmern sehr schnell aktivieren lasse. Ferner wies er auch darauf hin, dass der benachbarte Hort, der Anstieg der Schülerzahl und die Ganztagsbetreuung in die Überlegungen mit einbezogen werden müssten.

Schließlich müsse in etwa zehn Jahren das Hortgebäude, das auf dem Becken des ehemaligen Hallenbades errichtet wurde von Grund auf saniert werden.

Aber trotzdem sei schon heute absehbar, dass der Standort in absehbarer Zeit an seine Grenzen stoße und über einen vierten Schulstandort nachgedacht werden müsse.


Steigende Schülerzahlen

Schulleiter Markus Hahn wies auf die steigenden Schülerzahlen hin und dass es in den vier Jahrgangsstufen mit insgesamt 22 Klassen sowohl je eine Ganztagsklasse mit insgesamt 80 Kindern gebe und rund 100 Kinder an der Mittagsbetreuung teilnehmen sowie 200 Hortplätze vergeben seien.

Trotzdem kam beim Spatenstich nicht nur bei Bürgermeister Hacker etwas Wehmut auf. Denn Hacker hat wie viele Herzogenauracher im abgerissenen Pavillon die Schulbank gedrückt. "Dort saß ich, mit Blick auf den Wiwa-Weiher", erzählte Hacker und auch, dass sich die Schullandschaft ganz schön verändert habe. So hatten die Schüler damals einen Stuhl und einen Tisch und am Mittag war Schulschluss.

Ein bisschen Nostalgie soll mit einem Stück aus dem abgerissenen Pavillon auch in das neue Gebäude mit einziehen. "Alle ehemaligen Schüler werden sich daran erinnern, aber wir werden es erst bei der Einweihung präsentieren", mehr verriet Bürgermeister Hacker aber nicht.

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