Hemhofen
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Mauersegler finden keine Bleibe mehr

Der Bund Naturschutz informierte in Hemhofen über die Schwierigkeiten, die der moderne Hausbau dem Mauersegler bereitet.
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Der Mauersegler nistet gern in Mauernischen. Foto: Archiv/Meier
Der Mauersegler nistet gern in Mauernischen. Foto: Archiv/Meier
Wohnungsnot gibt es nicht nur in den Großstädten. Auch der Mauersegler findet immer seltener hochgelegene Nistmöglichkeiten in Mauernischen, Hauswänden oder Dächern. Hier zogen die Vögel bisher ihre Jungen groß und hatten als Flugakrobaten optimale Startbedingungen. Energiebewusst glätten die Menschen nun ihre Häuserfronten und machen es dadurch dem Mauersegler schwer.

Das und vieles mehr erfuhren die Besucher eines Vortrags, zu dem die Ortsgruppe Röttenbach-Hemhofen des Bund Naturschutz (BN) in den Bürgertreff der Gemeinde Hemhofen eingeladen hatte. Biologe und Insektenspezialist Klaus von der Dunk berichtete den Zuhörern in rund 45 Minuten alles, was man über den bisher wenig erforschten Mauersegler weiß. Das teilt der BN mit.

Mauersegler sammeln bei ihrem rasanten Flug kleine Insekten und transportieren sie zum Brutplatz in so genannten "Futterkugeln" von etwa 1,5 cm Durchmesser. Zwischen 25 und 1200 Insekten kann so eine Kugel enthalten, eine von zehn Mahlzeiten pro Tag für einen Jungvogel. Geht man von durchschnittlich 300 Insekten pro Kugel aus und rechnet dann für zwei Jungsegler aus, was diese während der sieben Wochen bis zum Flüggewerden brauchen, kommt man auf 250.000 Insekten.

Damit der Mauersegler auch in Zukunft bei uns noch eine Bleibe und Brutmöglichkeiten findet, versuchen Vogelfreunde, Burg- und Turmbesitzer für das Anbringen von speziellen Nistkästen zu gewinnen.


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