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Höchstadt a. d. Aisch
Musik

Liederkranz Höchstadt füllt Eingangshalle der Anton-Wölker-Schule

Von der "kleinen Kneipe" in der Vorstadt bis nach Jamaika ist es zwar ein weiter Weg - nicht jedoch für den Gesangverein Liederkranz Höchstadt. In seinem Konzert mit dem verheißungsvollen Titel "Sehnsuchtsmelodien" überwand der Chor singend Länder und Kontinente.
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Der Liederkranz Höchstadt begeisterte das Publikum mit Liedern, die jeder kennt.  Fotos: Evi Seeger
Der Liederkranz Höchstadt begeisterte das Publikum mit Liedern, die jeder kennt. Fotos: Evi Seeger
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Ein richtig entspannender Abend, an dem der Gesangverein mit Melodien, die jeder kennt, unterhielt. Die volle Eingangshalle der Anton-Wölker-Schule zeigte, dass der Titel des Konzerts seine Publikumswirkung nicht verfehlte.

"Ein bisschen in Erinnerungen schwelgen", riet Oskar Fuchs, der den Abend moderierte, den Zuhörern. Denn die Erinnerung sei das einzige Paradies, aus dem der Mensch nicht vertrieben werden könne. Kein Problem bei Melodien, die zu Evergreens, ja Ohrwürmern geworden sind.

Bei den "Capri-Fischern" und "Griechischem Wein" schwebte sicher mancher Zuhörer wie Reinhard Mey "Über den Wolken". Und manch einem zuckte es wohl auch in den Beinen. Noch weiter in die Vergangenheit entführten die Höchstadter Sängerinnen und Sänger mit einem bunten Melodienreigen: "Es ist so schön am Abend bummeln zu geh'n", sorgte für heitere Stimmung. "In der Nacht ist der Mensch nicht gern alleine" sang schon die unvergessene Marika Rökk in den vierziger Jahren. Und mit Zarah Leander stimmten die Höchstadter "Ich weiß, es wird einmal ein Wunder gescheh'n" an.


Sehnsucht nach dem Meer

Irina und Gabriel Konjaev, der den Gesang am Klavier begleitete, zeichneten für die Gesamtleitung verantwortlich. Wunderbar in das Programm fügte sich das "Familienquartett Römer" - Georg, Ute, Frank Römer und Florian Zeh ein. "Ich zähle täglich meine Sorgen", versicherten die Vier mit Klavier, Klarinette, Flöte und Schlagwerk.

Sehnsucht nach dem Meer, nach Weite, zugleich aber auch Heimweh schwang in den Seemannsliedern mit, die der Chor im zweiten Programmteil intonierte. "Das Paradebeispiel einer Sehnsuchtsmelodie" - so Oskar Fuchs - ist der Schlager, dem Lolita einst zu Ruhm verhalf: "Seemann, deine Heimat ist das Meer". Dann wurde es spannend: Die Sängerinnen und Sänger wagten sich an "Island in the sun" und meisterten den Song mit Bravour. Harry Belafonte besingt darin die Heimat seiner Vorfahren, wo man der Freiheit Licht in der Ferne sehen kann.

Mit Freiheit assoziierte der eine oder andere Zuhörer sicher auch New York. "Ich war noch niemals in New York" wurde zum musikalischen Höhepunkt vor der Pause. Durch Irina Konjaev ermuntert, klatschte das Publikum begeistert mit.

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