Herzogenaurach
Frühschoppen

Leidenschaft für die Musik beim Jubiläumskonzert der "Ehemaligen"

Beim Jubiläumskonzert der "Ehemaligen" der AStadtjugendkapelle Herzogenaurach durften auch die beiden "Musiklerlegenden" Alfred Lorenz und Fritz Mensching zum Taktstock greifen. Die politische Prominenz stieß zunächst mit Kaffee an.
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Alfred Lorenz war vor 30 Jahren der Gründer der Ehemaligen der Stadtjugendkapelle Herzogenaurach.  Fotos: Richard Sänger
Alfred Lorenz war vor 30 Jahren der Gründer der Ehemaligen der Stadtjugendkapelle Herzogenaurach. Fotos: Richard Sänger
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Beim Auftritt der "Ehemaligen" ging das Herz der Blasmusikfreunde auf, auch wenn das Wetter nicht so richtig mitspielen wollte. Umso spielfreudiger präsentierte sich die Gruppen der so genannten Ehemaligen der Stadtjugendkapelle, die mit einem Frühschoppenkonzert am Sonntag ihren 30. Geburtstag feierten.

Gleich zu den ersten Gästen zählten Landrat Alexander Tritthart (CSU) und seine Frau Angelika sowie Bürgermeister German Hacker (SPD) mit seiner Gattin Uta. Sie stießen, eher ungewöhnlich für einen Frühschoppen, mit Kaffee an.

"Wir steigen schon noch um, spätestens zum Schäufele vom Klaus Sicker", meinte der Landrat schmunzelnd nach dem Hinweis auf einen Bierkeller-Verstoß. Zu den beiden Politikern gesellte sich noch Landtagsabgeordneter Walter Nussel (CSU). Auch er gratulierten den Ehemaligen zu ihrem Jubiläum und hatte auch ein Geldgeschenk dabei.


Das waren natürlich nicht die einzigen Ehrengäste. Besonders herzlich begrüßt von Bernhard Schwab wurden Alfred Lorenz und Fritz Mensching. Lorenz war es, der vor 30 Jahren anlässlich des 20. Jubiläums der Stadtjugendkapelle die früheren Musiker der Jugendkapelle wieder reaktivierte. Und weil das gemeinsame Musizieren immer noch Spaß machte, wurde daraus ein Blasorchester, das sich den "Ohrwürmern" verschrieb und bei ihren Auftritten mit Unterhaltungsmusik und Schlagerpotpourris für Begeisterung sorgt.

Auch dürfen die Ehemaligen weder beim Altstadtfest noch bei der Sommerkirchweih fehlen, Walter Nussel und Jürgen Hoffmann, Vorsitzender der Burgstaller Feuerwehr, machten gleich Werbung für die Burgstaller Kerwa. "Es ist ein Muss, das die Ehemaligen bei unserer Kerwa spielen", erklärte Hoffmann.

So trafen sich beim "Geburtstags-Frühschoppen" vor und auf dem Ansbacher Tor-Keller nicht nur Liebhaber der gepflegten Blasmusik, sondern auch ehemalige und noch aktive Musiker aus Herzogenaurach und den umliegenden Gemeinden, um ein paar unterhaltsame Stunden zu genießen.

Natürlich wurde der 82-jährige Alfred Lorenz aufs Podium geholt, um mit "Auf der Vogelweide" seine Lieblingspolka zu dirigieren. Die Begeisterung bei der Polka war sowohl beim Dirigenten als auch bei den Ehemaligen hör- und sichtbar. "Es ist halt die Leidenschaft für die Musik, die einem jedes Mal packt und die Musik hält mich immer noch fit", meinte Lorenz dann nach dem Ende des Stückes. Und: "Die haben es immer noch drauf".

Natürlich durfte auch Fritz Mensching auf dem Podium nicht fehlen. Der langjährige Leiter der Stadtjugendkapelle und nicht minder leidenschaftliche Musiker kennt nicht nur alle Musiker, er hat offenbar auch noch nichts vergessen. "Du hast dich in keiner Weise verändert", meinte er mit einem strengen Blick in die Reihe der Musiker, ohne einen Namen zu nennen. Wen er damit meinte, wissen die Insider aber sehr wohl. Für Mensching hatte Rainer Wanjelik, der sich beim Dirigieren mit Sandra Knoth abwechselte, den "St. Georg Marsch" aufgelegt, den Fritz Mensching anlässlich der Einweihung des "Georgbrunnens" auf dem Marktplatz arrangiert hatte.

Zur Mittagszeit füllten sich die Plätze am Ansbacher Tor Keller, schließlich hatten die Ehemaligen mit gepflegter Blasmusik, einem Mittagstisch und Getränken bei freiem Eintritt geworben. Am Tisch des Bürgermeisters wurde schließlich, nach dem Schäufele, doch noch mit Krügen angestoßen, aber im Maßkrug des Bürgermeister war vermutlich kein Bier.
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