Herzogenaurach
Fortbildung

Lehrer bilden sich in Herzogenaurach weiter

Bei einem Medientag informierten sich mehr als 100 Pädagogen in Herzogenaurach darüber, wie sie in der digitalen Welt mit ihren Schülern Schritt halten können.
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Ursula Stach (l.) begrüßte die Lehrer zur Fortbildung. Foto: Richard Sänger
Ursula Stach (l.) begrüßte die Lehrer zur Fortbildung. Foto: Richard Sänger
Während am Buß- und Bettag die Kinder einen schulfreien Tag genießen durften, drückten die Lehrkräfte die Schulbank. Das Schulamt des Landkreises Erlangen-Höchstadt und der Stadt Erlangen bot den Lehrkräften in der Herzogenauracher Mittelschule einen Medientag an.
Von mehr als 100 Anmeldungen zeigte sich nicht nur Schulamtsdirektorin Ursula Stach angenehm überrascht, sondern auch Heinz Pröll, Rektor der Mittelschule am Burgstaller Weg, der seinen Kollegen zunächst die sanierte Mittelschule vorstellte. Ursula Stach erklärte in ihrer Begrüßung: "Die Mittelschule ist die bestausgestattete Schule im Schulamtsbezirk, und wir werden hier noch weitere Veranstaltungen abhalten."
Der Medientag mit Vorträgen und Workshops beschäftigte sich mit den digitalen Medien im Unterricht, aber auch mit den Gefahren für Schüler, die in den sozialen Netzwerken lauert.
"Begründete Skepsis darf nicht dazu führen, sich den neuen Medien zu verschließen. Der Umgang mit ihnen ist insbesondere für Kinder und Jugendliche mittlerweile selbstverständlich. Smartphone, Facebook und Whatsapp sind zum ständigen Begleiter der Pubertät geworden", erklärte Ursula Stach.
Schüler seien ständig online - ob über das Smartphone, ein Tablet, zu Hause am PC oder am Laptop. Daher sei es wichtig, ihnen den richtigen Umgang mit Angeboten im Internet zu erklären und Chancen aufzuzeigen, wie sie das Internet zum Lernen nutzen können.
Die heutige Jugend sei die erste Generation, die mit mobilem Internet und in sozialen Medien unterwegs ist. Deshalb sei es wichtig, dass sich die Lehrkräfte damit intensiver befassen, und Ursula Stach kündigte an, dass dies nicht die erste und letzte Veranstaltung gewesen sei, das zeige schon das Interesse an der Fortbildungsveranstaltung.
Für das Eröffnungsreferat "Anleitung zur digitalen Exekution & Gläserner Mensch" hatte sich das Schulamt mit Ernst Schulten, Dipl.-Betriebswirt (FH) und Leiter Career Service sowie Lehrbeauftragter an der Fakultät Wirtschaft und Recht an der Aschaffenburger Hochschule, einen hochkarätigen Referenten geholt. Der Vortrag befasste sich unter anderem mit den Auswirkungen des Surfens und zeigte Risiken und Chancen für Privatpersonen auf.
So sei das Ausmaß des Missbrauchs persönlicher Daten im Internet vielen, insbesondere Kindern und Jugendlichen, nicht bewusst, und die Möglichkeiten, sich davor zu schützen, seien oft nicht bekannt. In einem bildreichen Vortrag mit zahlreichen Beispielen stellte der Referent dieses Thema ebenso anschaulich wie unterhaltsam vor und wollte seine Zuhörer - mindestens - zum Nachdenken bringen.
Weitere Workshops beschäftigten sich mit der Online-Diagnose, Learning Apps, modernen Medien im Unterricht, mit dem Medienführerschein sowie der Lernplattform Mebis und Geocaching.
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