LKR Erlangen-Höchstadt
Managerin

Lebenslang lernen im Landkreis ERH

Stefanie Renner ist dafür zuständig, in Erlangen-Höchstadt die Bildungsqualität und die Bildungschancen der Menschen zu verbessern.
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Stefanie Renner sieht ihre Aufgabe vor allem darin, bestehende Bildungsangebote im Landkreis zu vernetzen und für die Bürger sichtbar zu machen. Foto: Claudia Doenitz
Stefanie Renner sieht ihre Aufgabe vor allem darin, bestehende Bildungsangebote im Landkreis zu vernetzen und für die Bürger sichtbar zu machen. Foto: Claudia Doenitz
Eine gute Ausbildung gilt neben Ehrgeiz und der Verwirklichung persönlicher Interessen und Begabungen als der Schlüssel für beruflichen Erfolg. Wer heute auf unserem dynamischen Arbeitsmarkt konkurrenzfähig werden oder bleiben will, muss nach dem Schulabschluss mit Kursen, Weiterbildungen, Workshops und Seminaren punkten.
Umso vielfältiger und nicht zuletzt auch unübersichtlicher stellt sich das Angebot im Bereich der Aus- und Weiterbildung dar: von der frühkindlichen Förderung, über berufsbegleitende Qualifizierungsmaßnahmen bis zum Seniorenstudium eröffnet sich ein schier unerschöpfliches Potenzial für lebenslanges Lernen.
Seit Anfang des Jahres steht nun mit Stefanie Renner eine eigene Bildungsmanagerin für den Landkreis Erlangen-Höchstadt zur Verfügung.
Als Projektverantwortliche für die Initiativen "Bildungsregion in Bayern" und "Bildung integriert" koordiniert sie verschiedene Aktivitäten zur Verbesserung der Bildungssituation in der Region.
Im Fokus ihrer Arbeit steht neben der Erhebung und Auswertung bildungsrelevanter Daten in erster Linie die Schaffung einer höheren Transparenz. "Es gibt nicht nur einen Bildungsweg, das gesamte Bildungssystem ist hoch komplex. Ich möchte zeigen, welche Angebote und Wege es gibt, die Anbieter vernetzen, Synergien identifizieren und Entwicklungspotenziale aufweisen."
Dazu holt die 35-Jährige Vertreter aus Schulen, Kommunalpolitik, Jugendhilfe, Arbeitsverwaltung, Kammern und Wirtschaft an einen Tisch - es geht um Information, Diskurs und Austausch unter den Bildungsakteuren im gesamten Landkreis und darüber hinaus. "Ein kommunales Bildungsmanagement hat das Ziel, die Bildungsqualität und die Bildungschancen für die Menschen in der Region voranzutreiben und zu verbessern, ihnen bei Übergängen oder Wechseln zu helfen, besonderen Lebensumständen Rechnung zu tragen, sie anzuleiten und durch individuelle Lebenslagen zu begleiten."


Heute Dialogforum

Am heutigen Donnerstag findet in Gremsdorf nun das erste Dialogforum statt und ist für alle interessierten Bürger, Bildungsexperten, Wissenschaftler, Entscheidungsträger und - natürlich - Schüler des Landkreises offen, 130 Anmeldungen liegen bereits vor. Ziel ist es, aktuelle Entwicklungen aufzugreifen und einen öffentlich-bürgerschaftlichen Diskurs über die Bildungssituation im Großraum zu führen. Die Anregungen und Wünsche hieraus sollen zu konkreten Maßnahmen führen und nachhaltige Kooperationen nach sich ziehen. In moderierten Arbeitskreisen werden sich deren Teilnehmer mit verschiedenen Handlungsfeldern befassen und diese in den nächsten Monaten inhaltlich weiterentwickeln.
Über die genannten Vorhaben hinaus gilt es in diesem Rahmen unter anderem, den Herausforderungen des demographischen Wandels zu begegnen oder unter der Devise "Kein Talent geht verloren" mit integrativen Projekten die Bildungsgerechtigkeit für sozial Schwache, Flüchtlinge und andere Benachteiligte voranzutreiben.
Auch die Jugendarbeit, ehrenamtliches Engagement, beruflich-betriebliche Weiterbildung, Vereinsaktivitäten und Angebote zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf werden thematisiert. Die Ergebnisse der Arbeitskreise fließen anschließend in einen Steuerungskreis.
Stefanie Renner blickt ihren neuen Aufgaben sehr optimistisch entgegen. "Wir müssen das Rad nicht neu erfinden. Es gibt bereits ein sehr breit gefächertes Angebot und eine Vielzahl vielversprechender Aktivitäten. Das Engagement, um den Bedarf an Bildung, Betreuung und Förderung im Landkreis zu decken, ist enorm. Ich sehe den Hauptteil meiner Arbeit eher darin, Bestehendes zu vernetzen und für den Bürger auch sichtbar zu machen."
Die Diplom-Sozialwissenschaftlerin mit Master in Erwachsenenbildung und betriebswirtschaftlicher Zusatzausbildung bringt dafür die besten Voraussetzungen mit. Fünf Jahre lang leitete sie eine erste Anlaufstelle für Studieninteressierte an der Technischen Hochschule Nürnberg und war in der Zentralen Studienberatung tätig. Während ihres Studiums arbeitete Stefanie Renner beim Berufsförderungswerk Nürnberg an der Projektantragstellung im Rahmen des Programms "Lebenslanges Lernen" mit. Mit diesem Motto kann sie nun ihre Erfahrungen aus Theorie und Praxis in idealer Weise vereinbaren und dem Bildungssystem im Landkreis zugutekommen lassen. Claudia Doenitz
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