Herzogenaurach
Spendenlauf

Laufen für den guten Zweck

Ein ideales Wetter und eine noch bessere Organisation ließen den "Lauf für Kaya" zu einer erfolgreichen und einer besonderen Veranstaltung werden.
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Jeder war begeistert, jeder verausgabte sich für den guten Zweck. Fotos: Richard Sänger
Jeder war begeistert, jeder verausgabte sich für den guten Zweck. Fotos: Richard Sänger
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Die perfekte Organisation des Herzogenauracher Kaya-Laufes wurde von höchster Stelle, ihrer Exzellenz, der Botschafterin für Burkina Faso, Marie Odile Bonkoungou/Balima, und Bürgermeister German Hacker (SPD) sowie von Landrat Eberhard Irlinger (SPD) gelobt und in den Vordergrund gestellt. Besonders wurden die Schülergruppe aus Châtellerault, André Lange, Asha Noppenes, Dietmar Mücke und Jürgen Forster begrüßt.
Überhaupt tummelte sich viel Prominenz auf der Laufstrecke, es mischten sich viele bekannte Fußballspieler unter die Läufer, natürlich nicht in Echt, aber zumindest die Trikots drehten ihre Runden.


30.000 Euro als Ziel

Ein "Hingucker" waren die Kinder vom Kindergarten Herzolino, sie liefen mit den Leuchtwesten ihres Sponsors, der Kfz-Innung, und waren immer gut sichtbar. Sie hatten ihre eigene Fangruppe dabei, nämlich die Jüngsten, die von den Betreuerinnen zum Gymnasium geschoben wurden und der Gruppe zujubelten.

"Die Latte liegt heute bei 30.000 Euro für Kaya, eine Spende von 500 Euro von der Sparkasse macht den Anfang", gab Hacker das Ziel des Tages vor. "Man muss Gutes tun, um auch in der Welt Gutes zu erfahren, hier passiert heute viel Gutes", erklärte Irlinger in seinem Grußwort. Der Landrat wies darauf hin, dass es den Kindern und Jugendlichen in Deutschland eigentlich gut gehe, in anderen Ländern sehe das ganz anders aus. "Es ist mit eine unserer Aufgaben, gegen den Hunger in der Welt und gegen die Kindersterblichkeit etwas zu tun", forderte Irlinger zum Handeln auf.

Extra aus Berlin war die Botschafterin Marie Odile Bonkoungou/Balima, zusammen mit dem Botschaftsrat Souleymane Hébié und Kulturrat Alexi Bako angereist. Natürlich tauschte der hohe Besuch seine Kleidung gegen Sportkleidung und lief mit den vielen Schülern.

"Dieser Lauf ist rundum vollkommen", lobte die Botschafterin. So seien der soziale Grundgedanke und die Solidarität etwas Besonderes. "Die Tatsache, dass die Botschafterin von Burkina Faso hier ist, zeigt, dass sie hinter der Partnerschaft steht und auch hinter der Philosophie des Laufes", rief die Botschafterin den Läufern auf dem Sportplatz zu. "Was mich persönlich betrifft, ich bekomme nicht nur erzählt, was der Lauf für Kaya bedeutet. Jetzt kann ich sagen: Ich war dabei und überall erzählen, was hier für Kaya geleistet wird", sagte die Botschafterin.

Hacker wandte sich besonders an die jungen Damen und Herren im blauen Shirt, nämlich das P-Seminar der Q11 und an Sportlehrer Matthias Engel, um ihnen einen herzlichen Dank auszusprechen. Schließlich schickte Engel die Läufer an den Start, die erste Runde war eher ein Spaziergang, für die vielen Teilnehmer war einfach der Weg etwas zu schmal. Nachdem sich der Stau etwas aufgelöst hatte, erwachte bei den Jüngeren der Ehrgeiz und es ging zügig vorwärts.


Auf der Suche nach den Kindern

Nach und nach trafen dann die Schüler der teilnehmenden Schulen ein, nahmen ihre Laufkarte in Empfang und es ging in den Rundkurs. Etwas ratlos stand Renate Schroff inmitten ihrer Klasse, oder dem was noch übrig war. "Ich glaub' wir bleiben bis zum Schluss und ich nehm' die Kinder mit, die übrig bleiben", meint sie schmunzelnd. Aber es ging kein Kind verloren, dafür gab´s den Matthias Engel und große Lautsprecherboxen.

Auch die Verpflegung klappte perfekt, die Kinder befolgten den Rat, auch viel zu trinken, ließen sich Kuchen oder Bratwürste schmecken. Ebenso gut besucht war dann noch der Bürgerlauf, bei dem jeder antreten durfte, um die Spendensumme nach oben zu treiben.
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