Herzogenaurach
Kommunikation

Kostenloses Wlan in der Innenstadt

Die Herzo Media ermöglicht in der Herzogenauracher Innenstadt kostenfreien Internet-Zugang. Fünf Hotspots wurden freigeschaltet.
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Mittwoch, 12 Uhr, es klappt: German Hacker, Walter Drebinger, Harald Hammerl und Jürgen Bauer (von links) testen den Hotspot am Marktplatz.  Foto: Bernhard Panzer
Mittwoch, 12 Uhr, es klappt: German Hacker, Walter Drebinger, Harald Hammerl und Jürgen Bauer (von links) testen den Hotspot am Marktplatz. Foto: Bernhard Panzer
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Es ist Mittwoch, zur Mittagszeit.Vier Herren stehen am Marktplatzbrunnen, schweigend, aber dennoch kommunikativ. Jeder zückt sein Smartphone oder Tablet, und blickt angestrengt darauf, um verzückt wieder aufzuschauen: Es geht! Und wie es funktioniert! "Sie können getrost ein Fernsehprogramm aufrufen", meint Harald Hammerl. "Oder skypen", ergänzt Walter Drebinger. Der technische Leiter der Herzo Media teilt mit dem Stadtrat und Aufsichtsrat der Gesellschaft die Begeisterung: Die neuen Hotspots in der Innenstadt sind eine mega-super Sache.

Gemeinsam mit Bürgermeister German Hacker und Herzo-Media-Geschäftsführer Jürgen Bauer wurde das neue Angebot vor Ort gleich ausprobiert. Ab sofort kann man in der Innenstadt über sein Smartphone, Tablet oder Laptop im Internet surfen. Und das alles kostenlos und ohne Drosselung. Lediglich die Dauer ist auf zwei Stunden begrenzt.
Die Leistungsstärke beträgt pro User zehn Megabit pro Sekunde (Mbit/sek).

Diese freien Internetzugänge gelten auf der Hauptstraße zwischen den beiden Türmen, am Marktplatz und am Busbahnhof an der Schütt. Die fünf Antennen wurden an Vorder- und Rückseite des alten Rathaus, an den Türmen und am Dach des Busbahnhofs angebracht, berichtet Bauer. Die Wlan-Hotspots sind an das Kabelnetz von Herzo Media angeschlossen.

Besucher des Weihnachtsmarktes können das gern testen und die ersten Fotos nach Hause schicken oder auf Facebook posten. Wenn sie denn möchten. Oder im Internet nachschauen, was denn infranken.de beispielsweise über den Lebendigen Adventskalender so berichtet hat.

"Wlan Herzogenaurach" wählen

In erster Linie will die Stadt damit ein zusätzliches Angebot an die Passanten und Besucher in der Innenstadt geben, um die Attraktivität zu erhöhen. Die Kosten - ein vierstelliger Betrag - trägt die Städtische Medientochter selbst, "das ist ja Marketing", wie Bauer sagt. Einzelhändler hat man deshalb nicht gebeten sich zu beteiligen. Die Nutzer können ohnedies kostenfrei surfen. Sie brauchen auch keinen Zugangscode.

Und wie funktioniert das, was muss man tun? Jürgen Bauer erläutert das. Der Nutzer wählt einfach auf seinem mobilen Gerät den "Wlan Herzogenaurach" aus und schon ist er auf der Startseite und kann sich einloggen. Hierzu müssen lediglich die Nutzungsbedingungen akzeptiert werden. Das geschieht durch das Setzen eines Häkchens.

Zehn Megabit pro Sekunde stehen jedem User zur Verfügung. Damit lässt sich eine Menge machen. Hotspots in Flughäfen erlauben beim Download oft nur um die zwei Mbit, sagt Harald Hammerl. Dabei schafft die Antenne auf dem alten Rathaus sogar 25 Mbit Leistung. Diese werden dann auf alle User verteilt. Wenn hundert Leute gleichzeitig surfen, dann hat jeder Nutzer eben nur noch 250 Kilobit zur Verfügung. Das aber ist aber wohl eher theoretischer Natur und werde kaum vorkommen, meint Bauer.

Herzo Media bietet diese Dienstleistung in Zusammenhang mit einem Wlan-Spezialisten aus Pfaffenhofen an. Wenn sich das System bewährt hat und entsprechend genutzt wird, dann überlege man sich, noch weitere Standorte in der Stadt auszurüsten, erklärt Bauer.

Erste Erfahrungen mit einem eigenen schnellen Wlan hatte die Stadt vor Jahren im Ortsteil Haundorf gemacht. Das war damals wohl das schnellste Dorf weit und breit. Inzwischen gibt es dort VDSL. Die Hotspots in der Innenstadt waren von der CSU beantragt worden. Da war die Herzo Media aber schon selbst aktiv geworden.
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