Höchstadt
Powerfrauen

Kosmetikerin Julia Maslow ist eine Höchstadter Powerfrau

Julia Maslow hat sich vor zehn Jahren in Höchstadt als Kosmetikerin selbständig gemacht. Nach zwei Umzügen betreibt sie inzwischen ein rund 140 Quadratmeter großes Studio, in dem sie auch Massagen und Wellnesstage anbietet.
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Julia Maslow war sich über ihren Traumberuf schon immer im Klaren. Foto: Mona Lisa Eigenfeld
Julia Maslow war sich über ihren Traumberuf schon immer im Klaren. Foto: Mona Lisa Eigenfeld
Ihr Beruf ist für sie mehr als nur ein Job. Er ist ihre Leidenschaft, ihr Leben. "Bei mir dreht sich einfach alles um Kosmetik", berichtet Julia Maslow. Sie ist nicht nur eine von fünf Höchstadter Powerfrauen, die in diesem Jahr ihr Geschäftsjubiläum feiern, sondern mit 29 Jahren auch die Jüngste aus diesem Bunde.

Seit zehn Jahren betreibt die gebürtige Russin inzwischen ihren Schönheitssalon "Beauty Queen". Dabei hatte die junge Frau gerade zu Beginn ihrer Tätigkeit mit so manchen Stolpersteinen zu kämpfen, wie sie berichtet: "Ich komme aus einer Familie mit vielen Ärzten und Lehrern. Sie alle haben sich etwas Ähnliches für mich vorgestellt".

Für Julia Maslow stand jedoch bereits unmittelbar nach ihrem Realschulabschluss fest, dass sie die Kosmetikschule besuchen möchte. "Ich brauche das Handwerkliche einfach", sagt sie. Schon als junges Mädchen habe sie Klassenkameradinnen geschminkt oder ihnen die Haare geflochten. Nach einem Jahr Ausbildung und einem Abschluss mit Bestnoten meldete Maslow am 1. Februar 2005 "Beauty Queen" als Einzelunternehmen an.

Auch die Mutter arbeitet mit

Zunächst bestand der Salon jedoch lediglich aus einer Nagel-ecke und einem Kosmetikkoffer im Haus ihrer Eltern. Der Schritt in die Selbstständigkeit mit nur 19 Jahren war für sie zu diesem Zeitpunkt fast selbstverständlich. "Ich habe nicht groß nachgedacht, sondern einfach gemacht", gesteht sie rückblickend. Ihre damalige Unbeschwertheit sei aber auch ein großer Vorteil gewesen: "Je älter man wird, desto größer wird auch die Hemmschwelle."

Nach vielversprechenden ersten Geschäftsjahren folgte 2007 der Umzug in das erste "richtige" Studio am Vogelseck. Hier stellte Maslow, die seit 21 Jahren in Höchstadt lebt, auch ihre erste Auszubildende ein. Gleichzeitig erweiterte sie ihr Angebot nach und nach. So kam es, dass auch ihre Mutter Valentina, die dem Unternehmen ihrer Tochter anfangs noch sehr skeptisch gegenüber gestanden hatte, eine Umschulung zur Kosmetikerin absolvierte und 2008 zum festen Bestandteil des "Beauty Queen"-Teams wurde. Im Oktober 2013 folgte dann der vorerst letzte Umzug in größere Räumlichkeiten in der Mozartstraße. Auf 140 Quadratmetern findet man dort seitdem eine wahre Schönheits- und Wellnessoase vor.

Neben Kosmetikbehandlungen, Pediküre und Maniküre bieten Maslow und ihre beiden Teilzeitkräfte dort auch Massagen und ganze Beautytage an. "Das ist gerade für berufstätige Mütter gedacht, die sich finanziell oder zeitlich keinen Wellnessurlaub leisten können", erläutert Geschäftsfrau Maslow diese Idee.

Den Standort Höchstadt habe man im Verlauf der Jahre ganz bewusst beibehalten. "Ich möchte mich aber nicht unbedingt der Stadt anpassen, sondern den Höchstadtern vielmehr neue Angebote schmackhaft machen", stellt die Jungunternehmerin klar. Viele ihrer Kunden würden auch aus der Gegend Nürnberg und Neumarkt zu ihr kommen. Um ihnen stets die aktuellsten Trends präsentieren zu können, nimmt Maslow nach wie vor regelmäßig an Weiterbildungen teil. "Außerdem möchte ich in Zukunft wieder Nageldesign-Ausbildungen bei mir im Haus anbieten", kündigt die Höchstadterin an. Diese würden dann an Wochenenden stattfinden. Für Julia Maslow ist das jedoch kein Problem. "Ich lebe, um zu arbeiten. Auch wenn ich 14 Stunden pro Tag arbeite, macht mir das absolut nichts aus", so die 29-Jährige.

Für die Zukunft wünscht sie sich allerdings, diese Prioritäten ein wenig verschieben und die Geschicke ihres Salons mehr in die Hände ihres Personals legen zu können. "Mein nächstes Ziel ist es, eine eigene Familie zu gründen", verrät sie. Allen, die es ihr beruflich gleichtun wollen, gibt sie noch einen Tipp mit auf den Weg: "Egal, was man tut: Man muss durchhalten und darf sein Ziel nie aus den Augen verlieren."

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