Hannberg
Benefizkonzert

Konzert in Hannberg vor grandioser Kulisse

Die illuminierte Hannberger Wehrkirche bot eine prächtige Kulisse für den Auftritt der Schaeffler Bigband. Der Erlös des Abends geht an soziale Projekte.
Artikel drucken Artikel einbetten
Die Kirchenburg wurde kunstvoll illuminiert. Foto: Richard Sänger
Die Kirchenburg wurde kunstvoll illuminiert. Foto: Richard Sänger
+19 Bilder
Die Kirchenburg in Hannberg verwandelte sich am Freitagabend in eine Kulisse, wie sie selbst die Hannberger noch nicht erlebt haben. Zum Benefizkonzert "Kultur in der Kirchenburg" wurde die Wehranlage farbenprächtig illuminiert. In dieser Atmosphäre wurde das Open-Air-Konzert mit der Schaeffler Bigband unter der Leitung von Peter Wirkner zu einem grandiosen Erlebnis.
Nach einigen Eröffnungsstücken des Saxophonquartetts "Quartissimo" der Jugendkapelle Aurachtal unter der Leitung von Christine Pölloth begrüßte Thomas Willert, der Leiter des Sachausschusss Kunst, Kultur und Geschichte der Pfarrei Hannberg rund 600 Besucher und eine Reihe von Ehrengästen in der drittgrößten Kirchenburg in Deutschland. Sein besonderer Dank ging an die Bigband, aber auch die Firma Schaeffler für die einmalige Lichtinstallation.
"Sie dürfen heute mitsingen, tanzen, schunkeln und klatschen, nur nicht einschlafen", erklärte Bigband-Leiter Peter Wirkner dem Publikum. Bei dem musikalisch breit gefächerten Repertoire und den virtuosen Instrumentalisten bestand diese Gefahr aber keinesfalls, denn die Besucher wurden von Swing und Songs aus Musicals, Rock und Pop regelrecht mitgerissen und schon von Beginn an kam Bewegung in die Stuhlreihen.
Mit viel Applaus und Bravobekundungen dankte das Publikum auch den verschiedenen Solisten und Sängerin Rita Rohm-feld, die sich mit Bernhard Schwab bei der Moderation abwechselte. Bei den musikalischen Highlights durften Klassiker wie "Wir bewegen die Welt" oder der Gefangenenchor aus Nabucco, "Ich war noch niemals in New York" sowie "Star Wars" in ebenso dichten wie flotten Arrangements, aber auch Unbekanntes nicht fehlen. Beim vorletzten Titel "Gonna fly now", dem Titelthema der Filmreihe Rocky mit Sylvester Stallone, setzte ein Regenschauer dem herrlichen Abend ein unerwartetes Ende und hinter der Festungsmauer wurde das Feuerwerk gezündet.


Fast ein Jahr Vorarbeit

Wie Willert zu Beginn erzählte, wurde die Veranstaltung, die auf einer Idee von Baptist Winkelmann zurückgeht, nahezu ein Jahr vorbereitet und dank des Engagements vieler ehrenamtlicher Helfer letztendlich zu einem besonderen Erlebnis. Der Hausherr und Pfarrer Lars Rebhan berichtete von einer lebendigen Pfarrei und von einer mit Leben erfüllten Wehrkirche und bedankte sich bei den Mitwirkenden sowie bei den Organisatoren, die beschlossen haben, den Erlös dem Kindernotfonds der Diakonie Erlangen und dem Ugandaprojekt der Pfarrei Hannberg zur Verfügung zu stellen.
Das Hilfsprojekt Kindernotfonds der Diakonie Erlangen stellte Pfarrer Wolfgang Tereick vor. "Arme Kinder in der Region stark machen" heißt es bei der Diakonie. So steht sie Kindern, Jugendlichen und ihren Familien in schwierigen, stark belasteten Situationen zur Seite. "Die Diakonie lässt diese Kinder nicht allein", erklärte der Pfarrer. Mehr als zwölf Prozent aller Kleinkinder in Erlangen und im Landkreis leben in Familien mit Hartz-IV-Bezug. Und 2700 aller Erlanger Kinder und Jugendlichen leben in Familien mit Langzeitarbeitslosen, Wohngeldempfängern oder Geringverdienern.
"Bereits kleine Anstöße können viel bewirken und helfen Müttern und Vätern, den Alltag mit ihren Kindern wieder zu meistern. Kinder reagieren auf Zuwendung und spüren sofort, wenn es jemand gut mit ihnen meint. Sie schöpfen daraus neue Hoffnung und Kraft. Das macht sich schnell bemerkbar - auch bei den Schulnoten", erklärte Pfarrer Tereick. Kinder und Familien fänden bei der Diakonie verlässliche Beziehungen, Wertschätzung, Bildungsangebote und passende, professionelle Hilfe.
Das Uganda-Projekt der Pfarrei Hannberg stellte Stefan Reinmann vor. Seit 1995 unterstützen Mitglieder der Pfarrei Hannberg und der Pfarrei Adelsdorf Gemeinden in Masaka. Die Koordinierung läuft über die Entwicklungseinrichtung Caritas Maddo in Masaka.
In den vergangenen Jahren haben die Pfarreien Hannberg und Adelsdorf schon etliche Projekte zusammen mit Caritas Maddo und den Bewohnern in den Pfarreien Mbirizi und Busagula verwirklicht. So konnten Brunnen gebohrt und Kaffeemuttergärten sowie Ziegenprojekte und vieles mehr realisiert werden.
Eine ständige Aktion ist die jährliche finanzielle Unterstützung von 37 Waisenkindern aus der Pfarrei Mbirizi. Mit dem Erlös von verschiedenen Aktivitäten oder Spenden wird der Besuch der Schule ermöglicht. Derzeit wird der Aufbau eines Kaffeehandels unterstützt, damit die Kleinbauern gerechtere Preise für ihre Produkte erhalten.
Verwandte Artikel

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren