Höchstadt a. d. Aisch
Eröffnung

Können Karpfen singen?

Basteln, Malen, Töpfern oder Tanzen - die Kinder der Anton-Wölker-Schule haben sich auf ganz verschiedene Weisen mit dem Thema Karpfen befasst.
Artikel drucken Artikel einbetten
In dem Theaterstück entdeckten die Grundschüler singende Karpfen im Aischgrund.  Fotos: Tina Meier
In dem Theaterstück entdeckten die Grundschüler singende Karpfen im Aischgrund. Fotos: Tina Meier
+5 Bilder
Es ist eine Sensation! Sogar die Nachrichten aus dem besten deutschen Fernsehen senden eine Eilmeldung aus dem Aischgrund. Mitten in Höchstadt steht nun die Reporterin in einer aufgebrachten Menschenmenge und verkündigt das Unglaubliche: "Singende Karpfen!" Woher kommen sie, warum singen sie und wohin gehören sie? In eine Casting-Show, auf eine Liste für bedrohte Arten oder doch in die Küche?


Der kulturelle Karpfen

Am Samstagmittag wurden die besonderen Fische im Kommunbrauhaus entdeckt, als die Anton-Wölker-Schule ihre Ausstellung "Der kulturelle Karpfen" eröffnete. In einem Theaterstück der Klasse 4a rund um den ausgedachten Singkarpfen ließen sie verschiedene Stimmen zu Wort kommen, die auch in der realen Tradition eine Rolle spielen - vom Teichwirt über den Bürgermeister und der Hausfrau bis zur Karpfenkönigin.

Die jüngeren Schüler der ersten Klasse näherten sich dem Thema auf eine andere Weise und führten einen Fischtanz auf. Insgesamt beschäftigten sich alle 270 Grundschüler in einer Projektwoche mit dem heimischen Karpfen und präsentieren ihre Ergebnisse nun der Öffentlichkeit.

"Wir möchten uns am kulturellen Leben der Stadt beteiligen und den Karpfen als Kulturgut in den Mittelpunkt stellen", erklärt die Rektorin Rosi Wagner und berichtet, wie eine spontane Idee der Konrektorin Antje Ullmann im letzten Herbst zum Grundstein der Aktion wurde. Durch sie entstanden viele bunte Kunstwerke, die bis zum nächsten Donnerstag im oberen Saal des Kommunbrauhauses ausgestellt werden.


Begeisterung zum Fisch

Dort stapeln sich Aquarien an der Wand, Unterwasserwelten verbergen sich in Schüttelkugeln und malerische Teichlandschaften ruhen auf kleinen Staffeleien. Neben einer Collage aus den liebsten Rezepten laden getöpferte Platten mit einzelnen Fischen zum Tic-Tac-Toe Spiel ein. Es ist egal, wohin man sieht, überall begegnen einem Karpfen - gefilzt, gemalt oder gewebt. Als Besucher kann man die Teichbewohner nicht nur in allen Farben und Formen bewundern, sondern auch allerlei Wissenswertes lernen. So verrät ein orangefarbenes Tischset, dass ein fünf Kilogramm schweres Karpfenweibchen in ihrem ersten Sommer eine Million Eier legen kann. Und wer hätte gedacht, dass der Geschmacksinn von Karpfen in süß, sauer, bitter und würzig unterscheidet?

"Lassen sich Kinder überhaupt für Karpfen begeistern?", stellt Rektorin Wagner die Frage, die vor der Realisierung des Projektes im Raum stand, und berichtet von der Kreativität und dem Einsatz, mit denen sich die Grundschüler dem Projekt widmeten. Dabei ist sie umgeben von einer kunterbunten Karpfenvielfalt, die eine eindeutige Antwort liefert: Ja.
Verwandte Artikel
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren