Herzogenaurach

Klingenwiesen: Im Februar rollen die Bagger

In den "Klingenwiesen" an der Erlanger Straße in Herzogenaurach soll es nun bald losgehen. Das Areal um den einstigen Obi-Markt wird wiederbelebt, es entstehen mehrere Märkte im Lebensmittel-Sektor.
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Auf dem vier Hektar große Gelände des ehemaligen Obimarktes sollen ab Februar die Bagger rollen.  Fotos: Bernhard Panzer
Auf dem vier Hektar große Gelände des ehemaligen Obimarktes sollen ab Februar die Bagger rollen. Fotos: Bernhard Panzer
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In den "Klingenwiesen" an der Erlanger Straße soll es tatsächlich bald losgehen. Auf dem Areal des ehemaligen Obi-Baumarktes ist ja ein neues Märktezentrum geplant. Der Beschluss existiert schon lange, doch der ursprünglich spätestens zum Jahresende vorgesehene Baubeginn verschiebt sich noch. Jetzt aber scheint festzustehen, wann die Bagger rollen können.

Projektentwickler Hermann Schimek spricht von Anfang Februar. Am Donnerstag habe man die Mitteilung aus dem Landratsamt erhalten, dass die Baugenehmigungen für die Objekte in den beiden Abschnitten bereit liegen. Das bedeutet, dass der Baubeginn nun bald starten könne. Das heißt auch, dass zunächst mehrere Gebäude abgerissen werden, bevor die Neubauten erfolgen können.


Mehrere Märkte

Geplant ist auf dem Areal der "Klingenwiesen", dessen Herzstück einst der Obi-Baumarkt gewesen ist, dass ein
erneutes Märktezentrum errichtet wird. Allerdings ohne einen Baumarkt. Stattdessen stehen Lebensmittel dort im Mittelpunkt. Geplant sind ein großer E-Center-Markt (2500 Quadratmeter Verkaufsfläche) und die bestehende Norma in einem Neubau sowie ein Drogeriemarkt Rossmann, ein Ebl-Biomarkt, ein großes Novinahotel und mehr.

In einer ersten Planung war man vor ungefähr einem Jahr davon ausgegangen, dass bereits nach der Sommerpause 2015 mit dem Projekt begonnen werden könnte. Dann verschob sich das Ansinnen auf das Jahresende, und nun scheint der Beginn des kommenden Monats als realistisches Ziel.


20-Millionen-Vorhaben

Behördliche Abläufe macht Schimek für die Verzögerungen verantwortlich. "Es ist immerhin ein 20-Millionen-Vorhaben", erläutert der Diplomwirt aus Emskirchen. Schon eine Vielzahl von Gutachten hätten die Genehmigungsphase in die Länge gezogen. Das aber sei ein "ganz normaler Verwaltungsprozess", und man wolle eben kein Hopplahopp-Tempo, sondern alles "sehr präzise und dezidiert abarbeiten." Im Übrigen sei er sehr zufrieden mit der Zusammenarbeit mit Stadt und Landratsamt.


Bauzeitenplan steht noch aus

Wenn also im Februar die Bagger rollen sollen, dann beginnen zunächst die Abbrucharbeiten. Denn mehrere Gebäude müssen weichen, andere werden teils abgerissen, teils umgebaut. Schimek kann aber noch nicht beziffern, wo die Abbruchmaschinen zunächst anpacken. Das werde der Bauzeitenplan des Generalunternehmers ergeben, der Firma HD-Bau aus Auerbach. Fest stehe, dass das frühere Haberzettl-Gebäude komplett weichen muss, ebenso die bisherige Norma. Beim alten Obimarkt verschwinde der Wintergarten, und auch das Dach werde neu gestaltet. Auch der alte Edekamarkt werde teils abgerissen und umgebaut.

Bereits vor einem Jahr (am 17.1.2015) berichtete der FT ausführlich über das Vorhaben. Bürgermeister German Hacker (SPD) freute sich schon damals, dass eine Brache nach vielen Jahren endlich beseitigt werden könne und die zu diesem Zeitpunkt etwa anderthalb Jahre währenden Verhandlungen sich jetzt auf der Zielgeraden befänden. Für Hacker schade das Vorhaben der Innenstadt keineswegs, im Gegenteil: Die Lebensmittelversorgung entzerre sich etwas, es sei nicht mehr alles im Norden konzentriert.


Fertig bis Mitte 2017

Der Zeitplan sieht laut Schimek nun vor, dass bis zum Jahresende die ersten Einheiten übergeben werden können. Spätestens zum zweiten Quartal 2017 sei dann auch die Gesamtfertigstellung vorgesehen.

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