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Höchstadt a. d. Aisch
Umbau

Kita in Höchstadt braucht auch Parkplätze

An der Anton-Wölker-Grundschule wird eine Grünfläche in einen Parkplatz verwandelt. Eltern sollen die Möglichkeit bekommen, fast bis vor die Haustür der neuen Betreuungseinrichtung zu fahren. Das Vorhaben löst Diskussionen aus.
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Auf der hell markierten Fläche an der Anton-Wölker-Schule (hinten Mitte) am Wachenrother Weg (vorne) sollen Parkplätze für die Eltern entstehen, die ihre Kinder in die neue Kita (hinten rechts) bringen.  Foto: Andreas Dorsch
Auf der hell markierten Fläche an der Anton-Wölker-Schule (hinten Mitte) am Wachenrother Weg (vorne) sollen Parkplätze für die Eltern entstehen, die ihre Kinder in die neue Kita (hinten rechts) bringen. Foto: Andreas Dorsch
Es geht eigentlich nur um den Zeitraum zwischen 7.15 Uhr und kurz vor Acht. In diesen Minuten werden an Werktagen vor der Anton-Wölker-Grundschule die Parkplätze knapp. Wenn demnächst auch noch die neue städtische Kita ihre Pforten öffnet, könnte hier das Verkehrschaos vorprogrammiert sein. Damit es soweit gar nicht erst kommt, wird die Stadt schnell noch zusätzliche Parkplätze anlegen.

Weil viele Eltern ihre Sprösslinge mit dem Auto "anliefern" und dabei möglichst so parken sollen, dass auf dem Weg in die Betreuungseinrichtung keine Busspuren oder sonstigen Fahrbahnen überquert werden müssen, wird jetzt eine kleine Grünanlage am Wachenrother Weg in einen Parkplatz verwandelt.

Der Ausschuss für Verkehr und Umwelt sah sich am Montagabend vor Ort um und segnete die Planung ab.
Demnach sollen die Bäume und der Rasen neun Parkplätzen weichen, auf denen die Eltern dann ihre Fahrzeuge abstellen können, während sie ihre Kleinen in Kinderkrippe oder Kinderhort bringen.

Anwohner bestätigen, dass es vor der Anton-Wölker-Schule immer dann an Parkraum mangelt, wenn größere Veranstaltungen stattfinden, oder wenn Kinder morgens gebracht oder mittags abgeholt werden. So hatten die Stadträte quer durch alle Fraktionen auch keinerlei Einwände gegen eine Erweiterung der schon vorhandenen Parkstreifen und des Lehrerparkplatzes. Hier sollen zu den neun noch 14 zusätzliche Stellflächen ausgewiesen werden.

Polizei nicht glücklich

Über die Umwandlung der Mini-Grünanlage wurde allerdings schon heftig diskutiert. "Es kann doch nicht sein, dass neun Parkplätze nur dafür angelegt werden müssen, dass einer kurz hält und sein Kind bringt", sagte Zweiter Bürgermeister Günter Schulz (SPD). Er hielt Parkplätze an diesem Eck ohnehin für die "schlechteste Lösung". Nicht ganz ernst meinte er seinen Alternativ-Vorschlag: "Die Lehrer könnten ja mit dem Fahrrad kommen."

Günther Thaler, der als Verkehrsexperte der Höchstadter Polizei Stadträte und Stagdtverwaltung berät, zeigte sich "nicht glücklich" mit dieser Lösung, liege die Zufahrt zu diesem kleinen Parkplatz doch in einem Kreuzungsbereich. Er könne aber noch damit leben, wenn ein zusätzliches Schild auf den dort geltenden verkehrsberuhigten Bereich aufmerksam mache, sagte Thaler.

Für Bürgermeister Gerald Brehm (JL) habe es keine andere Möglichkeit gegeben, die zusätzlichen Parkplätze für das Bringen der Kita-Kinder zu schaffen. Eine Erweiterung des Parkplatzes auf ein im Osten angrenzendes freies Grundstück sei nicht möglich, weil es der Stadt nicht gehört und es wohl auch keine Aussicht gibt, eine Teilfläche davon zu bekommen.

An den Behörden gescheitert sei laut Bürgermeister Brehm der Vorschlag, die Busspur unmittelbar an der Schule in Parkplätze umzuwandeln.

Mehr als gefordert

Überhaupt wird die Sicherheit der Kinder und der Autofahrer in diesem Bereich groß geschrieben. So wird der neue kleine Parkplatz an der Trafostation so angelegt, dass die Nutzer vorwärts hinein und vorwärts auch wieder herausfahren können.

Bürgermeister Brehm erinnerte daran, dass die Stadt hier mehr tue als sie müsste. Baurechtlich hätte sie für die neue Kita nur sechs zusätzliche Parkplätze nachweisen müssen. Jetzt werden aber 23 geschaffen.
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