Niederndorf
Weihe

Kinderhaus in Niederndorf bekommt Gottes Segen

Seit 1923 werden im Kindergarten der katholischen Pfarrei St. Josef in Niederndorf Kinder betreut. Jetzt konnte der Neubau seiner Bestimmung übergeben werden. Pfarrer Helmut Hetzel weihte die Kreuze.
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Pfarrer Helmut Hetzel segnet das Kinderhaus und seine jungen "Bewohner".  Foto: Manfred Welker
Pfarrer Helmut Hetzel segnet das Kinderhaus und seine jungen "Bewohner". Foto: Manfred Welker
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Schon beim Bau ihrer Kirche hatten die Niedern dorfer weiter gedacht als andere Orte. Bei der Einweihung 1923 befandesich in dem Komplex neben der Kirche auch ein Kindergarten. In den 1960er Jahren wirkten drei Schwestern des Ordens der Mägde Mariens von der Unbefleckten Empfängnis aus dem Provinzialhaus Junkersdorf, Kreis Köln, für den Kindergarten und die Hauskrankenpflege in Niederndorf.

1978 konnte ein Neubau in der Schulstraße bezogen werden. Im Juni 2010 hatten die Kinder die Möglichkeit, sich von diesem Kindergarten zu verabschieden, danach rollten die Bagger an. Seitdem wurden die Kinder in den ehemaligen Räumlichkeiten neben der Kirche und im Pfarrsaal betreut.

"Gute Geister" gelobt

Die Bauzeit des neuen Gebäudes betrug rund eineinhalb Jahre. Anfangs September konnten die Kinder und ihre Betreuer in den Neubau einziehen.
26 Krippenkinder im Alter bis drei Jahren in zwei Gruppen á 13 Kinder werden im Erdgeschoss betreut. Im Obergeschoss sind 75 Kindergartenkinder im Alter von drei bis sechs Jahren in drei Gruppen sowie 25 Schulkinder von der ersten bis zur vierten Klasse untergebracht. 18 Schulkinder bleiben in einer Gruppe im Pfarrhaus St. Josef, da die Nachfrage nach Hortplätzen sehr groß war.

Für die Leiterin Gabriele Jakob und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter muss sich vieles erst noch einspielen. 20 Personen, überwiegend Erzieherinnen, darunter auch ein Erzieher, und Kinderpfleger in Voll- und Teilzeit sind im neuen Gebäude tätig.

Lobende Worte gab es von Bürgermeister German Hacker und Stadtpfarrer Helmut Hetzel, der die Kreuze für die Räume segnete. Besonders gewürdigt wurden auch Konrad und Elisabeth Kreller, die guten Geister des Kindergartens.

Als der Vorgängerbau im September 1978 eröffnet wurde, sorgte Elisabeth Kreller für die Sauberkeit im Haus. Mit 65 Jahren ging sie in den wohlverdienten Ruhestand. Allerdings hatte sie ihren Mann Konrad Kreller dazu animiert, sich um das Gebäude zu kümmern. Als findiger Handwerker nahm er kleine Reparaturen vor und sorgte dafür, dass alles rund läuft.

Eigentlich wollte er mit 80 Jahren aufhören, aber Pfarrgemeinderatsvorsitzender Hermannjosef Conrads konnte ihn dazu animieren, weiterhin für den Kindergarten da zu sein. Mit dem Umzug in das neue Gebäude möchte Kreller aber sein Engagement zurückfahren und die Verantwortung in jüngere Hände legen.
Im Anschluss an die Einweihung konnten die Interessenten die Räume besichtigen oder sich bei einer Brotzeit stärken. Die Getränke und die Würste hatte die Pfarrei St. Josef übernommen, die Brezen spendete die Bäckerei Polster in Haundorf.

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