Herzogenaurach
Jubiläum

Kindergarten Edergasse feierte 80. Geburtstag

Der Kindergarten Edergasse feierte seinen 80. Geburtstag. Die Leiterin Annette Blum überraschte ihre langjährige Mitarbeiterin Christa Egidi. Und für die Kleinen gab's einen feierlichen Gottesdienst.
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Annette Blum (l.) würdigt die ihre Mitarbeiterin Christa Egidi.
Annette Blum (l.) würdigt die ihre Mitarbeiterin Christa Egidi.
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80 Jahre Kindergarten Edergasse in Herzogenaurach, das muss gefeiert werden. Darüber waren sich allen Verantwortlichen sicher. Und Gerald Fink hatte eigens ein Lied komponiert. Zu diesem Anlass war auch Schwester Edith Schubert CJ gekommen, die lange Jahre im Kindergarten an der Edergasse gearbeitet und zahlreiche Kinder betreut hatte. Im Gottesdienst war mit Irene Hertwich sogar jemand anwesend, der am 9. Oktober 1932, bei der feierlichen Einweihung des "Kleinkinderheims" dabei war und gemeinsam mit anderen Kindern in die jetzige Kindertagesstätte in der Edergasse einzog. "Und die kleine Rosa kann es kaum erwarten, zu kommen in den neuen Kindergarten." So lautete damals ein Verslein, das bei der Einweihung aufgesagt wurde.

Zur Feier gehörte auch ein Gottesdienst mit den Kindern, ihren Eltern und den Erzieherinnen in der Stadtpfarrkirche St. Maria Magdalena. Da thematisierte Stadtpfarrer Helmut Hetzel wichtige Punkte im Jahreslauf mit den Kindern. Er nannte den Martinstag sowie Weihnachten und Ostern. Mit kleinen Fähnchen ausgestattet symbolisierten die Kinder die unterschiedlichsten Nationalitäten. "Der Heilige Geist wirkt mit unterschiedlichen Sprachen", erklärte Pfarrer Hetzel den Sinn hinter dem Symbol.

Nicht fehlen beim Gottesdienst durfte das Lied, das Gerald Fink anlässlich des Jubiläums komponiert hatte mit dem Refrain: "Im Kindergarten ist es schön, weil wir da unsre Freunde sehn, weil wir da immer tolle Spiele machen, vieles lernen und auch lachen.
In der Edergasse ist es einfach klasse." Zum Abschluss des Gottesdienstes gab es noch ein Ständchen für Christa Egidi, die seit 45 Jahren im Kindergarten an der Edergasse für Kinder "...ganz einfach da ist", wie die Leiterin Annette Bluhm dies formulierte. "Ich habe gar nicht gemerkt, dass die was machen!", war Egidi ganz erstaunt, als sie eine Schamanentrommel als Präsent überreicht bekam.

Schon als Kind in der Edergasse


Christa Egidi, eine geborene Gehr, war bereits als Kind bei Schwester Lidwina in den Kindergarten an der Edergasse gegangen. Vor 45 Jahren begann sie als Kinderhelferin im gleichen Kindergarten, inzwischen ist sie Kinderpflegerin. Damals waren noch die vier Ordensschwestern Bathildis, Cornelia, Agens und Lidwina im Kindergarten. Als Kinderhelferin arbeitete sie neun Jahre mit Schwester Bathildis zusammen. Leiterin des Einrichtung der Herzogenauracher Stadtpfarrei war Schwester Agnes, später übernahm Schwester Edith die Verantwortung.

Nach ihrer Heirat und mit ihren eigenen Kindern konnte Christa Egidi dann nur noch halbtags arbeiten. Seit 34 Jahren bildet sie gemeinsam mit der jetzigen Kindergartenleiterin Annette Blum ein Team. "Wir sind wie ein altes Ehepaar", charakterisiert sie die Zusammenarbeit.

"Schön war es schon immer im Kindergarten an der Edergasse, sonst wäre ich nicht so lange dort geblieben," meint sie nur im Rückblick dazu. Mit ihrer Delphin-Gruppe hat sie auch zwei Umbauten des Kindergartengebäudes und damit auch zwei Umzüge miterlebt. "Ich bleibe so lange im Kindergarten wie es geht", meint sie nur. Gefreut hat sie sich besonders darüber, dass Schwester Edith Schubert aus Anlass dieser Feier aus Nürnberg nach Herzogenaurach gekommen ist.

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