Herzogenaurach

Kinder lernen in Herzogenaurach das Reifenflicken

Herzogenauracher Kinder lernen im Ferienprogramm, dass man nicht immer in die Werkstatt muss, wenn das Fahrrad einen platten Reifen hat.
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Christian Weiß zeigt der neunjährigen Amelie, wie man das Reparaturpflaster aufklebt. Fotos: Max Kaltenhäuser
Christian Weiß zeigt der neunjährigen Amelie, wie man das Reparaturpflaster aufklebt. Fotos: Max Kaltenhäuser
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Egal ob auf dem Weg zur Schule oder bei der Familienradtour in den Ferien: Ein Loch im Fahrradreifen kann schnell zum Spaßverderber werden. Dass es jedoch nicht immer zwingend notwendig ist, mit dem kaputten Schlauch die nächste Werkstatt aufzusuchen, haben die Kinder des Ferienprogramms der Stadt Herzogenaurach gelernt. Christian Weiß gab in seinem Fahrrad-Laden sieben Jung-Radlern Nachhilfe im Reifenflicken.
Nach einer kurzen Einführung durch den Radprofi Weiß konnten die Kinder selbst ihr Glück an den extra präparierten Fahrradschläuchen versuchen. Auch die zwölfjährige Laureen reparierte ihren Reifen im Handumdrehen. "Das war ganz einfach", erzählte die leidenschaftliche Radlerin.
Mithilfe eines transportablen Reparatur-Sets, einer Luftpumpe und eines Wasserbeckens flickte Laureen gemeinsam mit ihrer Schwester Fabia ihren kaputten Reifen in nur wenigen Schritten wieder zusammen.
"Zuerst muss man mit dem Wasser das Loch suchen", erklärt die Zwölfjährige. Dass es allerdings auch schon dabei zu ersten Problemen kommen kann, musste Laureens jüngere Schwester Fabia erfahren. Denn obwohl sie ihren platten Schlauch im Wasserbecken mit Argusaugen untersuchte, "Blubberblasen seh‘ ich da keine". Gemeinsam mit ihrer älteren Schwester konnte dann jedoch auch dieses Problem behoben werden.
Also stand der zweite Schritt an: Mit einem Schmirgelpapier sollte der Radschlauch an der defekten Stelle möglichst glatt gerieben werden. Nur so können der anschließend aufzutragende Flüssigkleber und das fingernagelgroße Deckenpflaster sicher halten. "Da muss man aber aufpassen", weiß Radexpertin Laureen inzwischen, "da darf der Kleber nicht zu dünn, aber auch nicht zu dick drauf sein!" Sitzt das Reparaturpflaster, muss dieses mit den Fingern noch möglichst glatt gestrichen werden. Erst wenn der neue Klebestreifen den Wassertest übersteht, kann die Fahrt auf dem Drahtesel weitergehen.
Fabia und Laureen haben - genauso wie die restlichen fünf Kinder - ihre Reifen zum ersten Mal geflickt. Umso stolzer war die Zwölfjährige nach dem Crashkurs bei Christian Weiß: "Ich fahre viel mit dem Rad. Bisher hatte ich noch keinen Platten. Aber in Zukunft kann ich meinen Reifen auf jeden Fall selber flicken."
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