Kairlindach
Tradition

Kerwabaum in Kairlindach steht wie eine Eins

Kairlindach kann endlich wieder eine Wirtshauskerwa feiern. Am Montag ist Kerwaausklang mit Göger rausschlagen.
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Das Kommando beim Aufstellen des Kerwabaums in Kairlindach hat Heinz Weber. Fotos: Richard Sänger
Das Kommando beim Aufstellen des Kerwabaums in Kairlindach hat Heinz Weber. Fotos: Richard Sänger
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Es war ein Auftakt nach Maß bei der Kairlindacher Kirchweih. Mit "zweieinhalb" Schlägen trieb Weisendorfs Bürgermeister Heinrich Süß den Hahn ins Holzfass und stieß mit mit Oliver und Peter Brehm vom Acantus-Hotel sowie den Ortsburschen und -madla an.

Der Bürgermeister freute sich, dass es in Kairlindach nach Jahren wieder eine richtige Wirtshauskerwa gibt. Seit Mai betreibt das Acantus-Hotel das Gasthaus Alte Schule in Kairlindach. Oliver Brehm begrüßte die Kirchweihgäste sowie Ortsburschen und -madla auf der überdachten Freifläche und im Biergarten am Ufer des Kirchweihers.

Die zahlreichen Gäste konnten einen gemütlichen Abend im Freien unter dem alten Kastanienbaum genießen.
Mit der Ruhe und Stille war es am Samstagnachmittag vorbei, denn das Aufstellen eines Kerwabaums geht nicht in aller Stille vor sich.

Das Kerwabaum Aufstellen ist für die Ortsburschen in Kairlindach nicht nur ein Kraftakt, sondern auch eine besondere Herausforderung, bei der Augenmaß gefragt ist. Der Baum muss nicht nur durch eine enge Gasse zu seinem Platz neben dem Biergarten manövriert werden, auch beim Aufrichten ist ein gutes Auge gefragt, damit sich die Krone des Kirchweihbaums nicht in das ausladende Geäst der Birken am Ufer des Kirchweihers verhakt.



Capo gibt die Richtung an

Dabei hörten die Ortsburschen, unterstützt früheren Ortburschen auf die Rufe des bewährten Baum-Capos Heinz Weber: "Jetzt macht die Weiherseite einen Ruck und noch einmal einen kleinen Schubser", dirigierte Weber die Männer und ließ dann die Wirtsshausseite wieder schieben, denn die Frankenfahne verhakte sich bereits in den Ästen der Birke.

"Im nächsten Jahr muss die Birke ausgeastet werden", forderten einige der Ortsburschen. Nach einer guten Stunde stand der 25-Meter-Baum, mehr geht schon aufgrund der Zufahrt nicht und die Ortsburschen hatten sich den Beifall der zahlreichen Zuschauer redlich verdient. Die Ortsburschen hätten schon gern einige Meter mehr gehabt, damit der Baum zumindest den gewaltigen Kastanienbaum im Biergarten deutlich überragt.

Der Biergarten ist bei der Kerwa stets besonders beliebt. Er bietet schattige wie sonnige Sitzplätze, einen wunderschönen Ausblick auf den Kirchweiher und die am anderen Ufer hervorlugende St. Kilianskirche, der zu Ehren die Kerwa gefeiert wird.

In Kairlindach werden die Traditionen gepflegt, so wird der Baum in einem feierlichen Zug durchs Dorf gefahren, begleitet von den Kalindiä Kerwa-Musikanten, unterwegs schmücken ihn von die Madla mit bunten Bändern. Brauch ist am Sonntag im Weisendorfer Ortsteil auch ein Kerwaumzug der Ortsburschen und -madla mit einem Mottowagen und den Musikanten. Anschließend treffen sich alle wieder am Baum zum Betzn austanzen.



Kerwaausklang

Der heutige Montag beginnt um 10 Uhr mit einen Firmenfrühschoppen, bei dem Blechragout den Ton angibt und nach einem Umzug stellen die Ortsburschen um 16 Uhr beim Göger rausschlagn ihre Treffsicherheit unter Beweis.

2079 In Sichtweite der St. Kilian Kirche spielt sich das Kirchweihgeschehen ab
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2084 Die Ortsburschen und Madla warten auf den Anstich
2087 ...... den Bürgermeister Heinrich Süß mit zweieinhalb Schlägen vollzieht
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2103 .... Um mit Oliver und Peter Brehm sowie den Ortsburschen anzustoßen
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2113 Heinrich Süß und Peter Brehm
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2127 Das Kommando beim Aufstellen hat Heinz Weber
2130 Es geht eng zu
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2138 Augenmaß ist gefragt
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