Herzogenaurach
Kirche

KDFB-Landesvorsitzende predigt in Herzogenaurach

Eine gute Resonanz erfuhr in der Herzogenauracher Stadtpfarrkirche die dritte Frauenpredigt mit Elfriede Schießleder. Organisiert hatte die Veranstaltung der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB).
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Elfriede Schießleder mit Bettina Keller und Ille Prockl-Pfeiffer (v. l.), die den Gottesdienst vorbereitet hatten Foto: Manfred Welker
Elfriede Schießleder mit Bettina Keller und Ille Prockl-Pfeiffer (v. l.), die den Gottesdienst vorbereitet hatten Foto: Manfred Welker
Elfriede Schießleder ist seit 2010 Vorsitzende des KDFB-Landesverbands Bayern. Hauptberuflich ist sie Pastoralreferentin in der Diözese Passau, sie ist außerdem Vizepräsidentin des Katholischen Deutschen Frauenbundes. Der Katholische Deutsche Frauenbund wurde 1903 gegründet und hat rund 200 000 Mitglieder.
Die Vorbereitung des Gottesdienstes hatten Bettina Keller und Ille Prockl-Pfeiffer übernommen. Den Anfang machte ein Gebet von Hilde Domin. Als Bibelstelle hatte die Referentin das Scherflein der Witwe aus dem Markusevangelium ausgewählt. Im Tempel gab ein Reicher großzügige Gaben in den Opferstock, während eine arme Witwe nur ein geringes Opfer einlegen konnte. Für Elfriede Schießleder eine "Geschichte, wie wir sie gerne hören, eine Geschichte, die tröstet."
Wir seien an Geschichten Jesu gewöhnt, in denen die Armen glücklicher und eher zum Teilen bereit sind.
Aber in ihrer Predigt wolle sie diese Stereotypen gegen den Strich bürsten. Wer sein Weniges gebe, werde nicht automatisch zufriedener, denn Not mache eher verbissen. "Ein Leben in prekärer Situation ist kein Zuckerschlecken", sagte Elfriede Schießleder. "Machen wir uns das nicht so einfach."
Armut sei nicht schön, Jesus wolle es nicht bagatellisieren. Daher bleibe vom Evangeliumstext ein Stachel im Fleisch zurück, denn Arme oder Witwen gebe es auch in unserer Welt. "Heiligenmäßige Ausnahmen von guten Armen sind nicht die Regel", meinte die Referentin. Das Evangelium könne trotzdem trostreich sein, denn Jesus verschaffe der Witwe Anerkennung, ein bisschen etwas vom Trost der Welt.
Diese Erkenntnis müssten wir im Herzen weitertragen, unser Handeln neu ausrichten, um uns in der Nachfolge Jesu zu sehen. Denn das Christentum sei nicht einschläfernd, vielmehr subversiv. "Kann man sich an Armut gewöhnen?", fragte Elfriede Schießleder. Unsere Aufgaben als Christen seien noch noch längst nicht aufgearbeitet. Das Evagelium sollte dazu anregen, darüber nachzudenken, was noch zu tun ist, beendete Elfriede Schießleder ihre Predigt.
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