Erlangen
Auszeichnung

Joachim Herrmann verleiht Eberhard Irlinger das Bundesverdienstkreuz

Der bayerische Innenminister hat Altlandrat Eberhard Irlinger das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen.
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Joachim Herrmann verlieh Altlandrat Eberhard Irlinger (r.) für sein politisches Engagement das Bundesverdienstkreuz.  Foto: Christian Bauriedel
Joachim Herrmann verlieh Altlandrat Eberhard Irlinger (r.) für sein politisches Engagement das Bundesverdienstkreuz. Foto: Christian Bauriedel
Es sei ihm ein großes Anliegen gewesen, dass er persönlich diese Auszeichnung verleihen darf. Denn schließlich sei der Geehrte ein langjähriger Wegbegleiter in der Politik seiner Heimat, so Joachim Herrmann. In seiner Funktion als bayerischer Innenminister (CSU) verlieh er bei einer Feierstunde im Landratsamt das Bundesverdienstkreuz am Bande an Altlandrat Eberhard Irlinger (SPD).

Zwölf Jahre lang, von 2002 bis 2014, wirkte Irlinger an der Spitze des Landkreises. "Ein beispielhaftes Engagement", attestierte Herrmann dem 71-Jährigen gebürtigen Regensburger. Er habe "großen persönlichen Respekt" vor dessen Leistung. Irlinger habe vieles mitgestaltet und angeschoben. Zwar habe es auch manche Meinungsverschiedenheit gegeben. Aber Herrmann betonte die Gemeinsamkeiten unter Demokraten. "Positiv etwas tun, nicht nur schimpfen", sagte Herrmann mit Bezug auf Pegida und Co, die keine Ideen vorbrächten.

Irlinger griff in seiner Dankesrede diesen Gedanken auf. "Kritisieren darf jeder. Aber man braucht immer auch den Respekt", so Irlinger, der an die demokratischen Kräfte appellierte, gegen Populismus aufzustehen. "Wir müssen genauso laut werden wie die anderen."


Karriere in ERH startete 1973

Irlinger übernahm 1973 den Vorsitz des SPD-Kreisverbandes Erlangen-Höchstadt. Zehn Jahre war er Mitglied des Stadtrats Höchstadt, von 1978 bis 2002 war er Kreisrat. Als Landrat habe Irlinger viele Projekte angestoßen, sagte Herrmann. So etwa die Mitgliedschaft Erlangen-Höchstadts in der Metropolregion Nürnberg und die Partnerschaft mit dem polnischen Kreis Tarnowskie Gory im Jahr 2005. Er brachte 2009 den Verein "Menschen helfen in Erlangen-Höchstadt" auf den Weg und initiierte den Kulturpreis des Landkreises.

Irlinger ermöglichte Kindern aus sozial schwachen Familien die Teilnahme am Sport- und Musikangebot. Kinderferienbetreuung, Aktion "Schulen gegen Rassismus", sowie die Themen des Älterwerdens wie seniorengerechtes Wohnen und die häusliche Pflege seien wichtige Schwerpunkte gewesen. Dabei habe Irlinger stets "menschliche Ausstrahlung und Wärme" gezeigt, so Herrmann.


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