Höchstadt a. d. Aisch
Abriss

Jetzt wird die Höchstadter Flutbrücke zerlegt

Der zweite Bauabschnitt der Erneuerung des Aischübergangs in Höchstadt ist angelaufen.
Artikel drucken Artikel einbetten
Die Tage der Flutbrücke in Höchstadt sind gezählt. Das Bauwerk ist weitgehend freigelegt und wird jetzt zertrümmert. Foto: Andreas Dorsch
Die Tage der Flutbrücke in Höchstadt sind gezählt. Das Bauwerk ist weitgehend freigelegt und wird jetzt zertrümmert. Foto: Andreas Dorsch
+1 Bild
Hinter verschlossenen Türen verhandelten am Mittwochnachmittag im Höchstadter Rathaus Vertreter der Stadt und und des Staatlichen Bauamts Nürnberg über den Wunsch der Stadt, so bald wie möglich den Verkehr wenigstens provisorisch über die neue Aischbrücke fließen zu lassen und nicht mehr zu warten, bis auch die Flutbrücke erneuert ist. Über das Ergebnis dieser Verhandlungen hüllten sie die Beteiligten am Abend noch in Schweigen.

Während die neue Aischbrücke weiter auf ihre Fertigstellung wartet, haben die Vorarbeiten für den Abriss der Flutbrücke begonnen. Wie bei der erneuerten Brücke über die Aisch birgt auch der teilweise marode Spannstahl in der rund 60 Jahre alten Flutbrücke ein solches Sicherheitsrisiko, dass das für die Staatsstraße zuständige Staatliche Bauamt in Nürnberg eine Erneuerung für notwendig hält.

Den Unmut nicht nur der Höchstadter Autofahrer hatten sich die Brückenbauer damit zugezogen, dass sie die neue Aischbrücke nicht wie ursprünglich geplant bereits in den Wintermonaten für den Verkehr freigeben konnten. Wer mit dem Auto von Höchstadt-Nord nach Süd will, muss weiterhin einige Kilometer Umweg in Kauf nehmen.

Jetzt geht es der Flutbrücke an den Kragen. Auch sie soll wieder bis zum Herbst erneuert sein. Abriss und Neubau dieser Brücke hat das Staatliche Bauamt inzwischen an einen neuen Auftragnehmer vergeben, die Bietergemeinschaft Schulz/Berger-Bau. Die Firma Schulz aus Buttenheim bereitet den Baugrund vor und übernimmt später den Straßenbau auf der Brücke. Das Bauwerk selbst erstellt die Firma Berger-Bau aus Passau.

Der Asphalt ist von der Flutbrücke bereits abgefräst, an den Böschungen wurde am Mittwoch der Oberboden abgetragen. Wie Franz Schmaußer, der für das Bauamt die Bauaufsicht vor Ort hat, auf Anfrage des Fränkischen Tags mitteilt, werden jetzt die Geländer abgeschnitten, anschließend die Brückenkappen abgebrochen und dann das Bauwerk zertrümmert. Das dürfte diesmal schneller gehen als bei der Aischbrücke, weil der Bauschutt auf die Wiese fallen kann und kein Traggerüst wie bei der Aisch notwendig ist.

Ein Problem bereiten dem Bauaufseher noch die Fußgänger und Radfahrer, die sich immer wieder auf die Baustelle verirren. Eigentlich ist das gesamte Areal mit einem Bauzaun gesichert, was aber manch Neugierigen nicht zurückhält.
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren