Höchstadt a. d. Aisch

Inspiration aus Südafrika in Höchstadt

Das Bochabela string orchestra machte auf seiner Europatournee Station in Höchstadt und hatte nicht nur afrikanische Musik mit im Gepäck.
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Die Musiker spielten klassische genauso wie traditionelle afrikanische Stücke. Foto: Elias Pfann
Die Musiker spielten klassische genauso wie traditionelle afrikanische Stücke. Foto: Elias Pfann
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"Bochabela, das bedeutet so viel wie ,Dort, wo die Sonne aufgeht‘", erklärte Bernd Lohneiß, der Schulleiter des Gymnasiums Höchstadt, zu Beginn eines Benefizkonzerts in der Aula der Schule. "Möge sie auch für uns im Jahre 2016 aufgehen", wünschte er vor dem Auftritt des Bochabela string orchestra.
Die jungen Musiker aus Südafrika spielten klassische Stücke von Tschaikowsky und traditionelle afrikanische Musik, aber auch das erst im letzten Jahr vom österreichischen Musiker Simon Frick komponierte Stück "Surrounded by tension - finding the oasis", das erst in diesem Jahr vom Orchester in Zürich uraufgeführt wurde. In Zürich startete das Orchester eine 14-tägige Tournee mit einem Konzert vor 1200 Menschen.
Mit dieser Menge an Zuschauern ist der Auftritt in Höchstadt natürlich nicht zu vergleichen, "dennoch war es großartig, hier zu spielen", so Klaus Christa, der künstlerische
Leiter und einzige "weiße" Musiker des Orchesters. Erfreut war auch die 22-jährige Violinistin Mookho Rankhala, die vor elf Jahren an ihrer Schule begann, Geige zu lernen. "Kurz nachdem ich begonnen hatte, Violine zu lernen, kam das Bochabela string orchestra an meine Schule und mir wurde angeboten mitzuspielen. Seitdem bin ich beim Orchester dabei", erklärte sie. "Schon seit meiner Kindheit habe ich geträumt, in einem Orchester zu spielen, nun bin ich wirklich froh, im Bochabela string orchestra spielen zu dürfen, mit dem ich jährlich einmal auf Tournee gehe." Mookho Rankhala wird außerdem wie zwei weitere Musiker finanziell durch die Einnahmen der Tournee unterstützt, um am Vorarlberger Landeskonservatorium studieren zu können. Das Orchester kam vor drei Jahren das erste Mal nach Höchstadt, damals noch für mehrere Tage. "Dieses Jahr haben wir aber nur einen Tag zur Verfügung, da wir noch weitere Konzerte in Hannover, Berlin, Hamburg und Bremen geben", berichtete Simon Frick.
Auch das Publikum war vom Orchester begeistert. "Es war ein super Konzert", meinte Georg Schlee, Musiklehrer am Gymnasium. Am Ende ging jeder glücklich und inspiriert von der afrikanischen Musik wieder seiner Wege.

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