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Höchstadt a. d. Aisch
Boom

In Höchstadt herrscht Hochkonjunktur am Bau

In Höchstadt prägen in diesen Wochen Baustellen das Stadtbild. Aischbrücke, Hauptstraße und Zweifach-Sporthalle sind die öffentlichen Großprojekte.
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Auf der Brückenbaustelle müssen die Bohrpfahlköpfe abgestemmt werden. Foto: Andreas Dorsch
Auf der Brückenbaustelle müssen die Bohrpfahlköpfe abgestemmt werden. Foto: Andreas Dorsch
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Wer sich in diesen Tagen einen Weg durch Höchstadt bahnt, bekommt den Eindruck, die Stadt sei eine einzige Baustelle. Dieser Eindruck täuscht auch nicht. An allen Ecken und Enden trifft man auf Baufahrzeuge, Absperrungen und Umleitungen.

Die Neugestaltung der Hauptstraße prägt die Innenstadt. Auf dem ersten Bauabschnitt zwischen Graben und Vogelseck ist das Kopfsteinpflaster inzwischen ausgebaut, Wasserleitung und andere Versorgungsleitungen sind neu verlegt. "Die Baufirma ist bemüht, die Behinderungen so erträglich wie möglich zu halten", sagt Höchstadts Bauamtsleiter Jürgen Ganzmann. "Die arbeiten auch am Samstag." Bis Anfang August sollen die neuen Betonplatten im ersten Abschnitt liegen, dann geht es mit dem Bereich zwischen Marktplatz und Graben weiter.

Von der Bevölkerung kaum bemerkt, wächst an der Bergstraße zwischen Mittelschule und Gymnasium die neue Zweifach-Sporthalle aus dem Boden.
Das 4,2-Millionen-Euro-Projekt mit Räumen für die Mittagsbetreuung der Mittelschüler soll bis August 2017 fertig sein. Dann werden die beiden alten, übereinander liegenden Turnhallen an der Kerschensteiner Straße abgerissen und die frei werdende Fläche in den Pausenhof der Mittelschule integriert.

Schweißtreibend für die Arbeiter waren die gestern auf der Brückenbaustelle an der Aisch anstehenden Aufgaben. Die oberen Teile der zehn Meter tief im Boden versenkten Bohrpfähle aus Beton müssen wieder abgestemmt werden. Laut Bauaufseher Franz Schmaußer vom Bauherrn Staatliches Bauamt ein ganz normaler Vorgang, weil beim Einfüllen des Betons in die Bohrlöcher Erde aus dem Bohrloch mit nach oben gespült und im Beton fest wird.

Auf die so präparierten Bohrpfahlköpfe werden dann die Fundamente für die Brückenpfeiler betoniert. Diese Arbeiten, die jetzt am Nordufer der Aisch zu sehen sind, stehen auch am Südufer an. In den kommenden drei bis vier Wochen werden die aufmerksamen Zaungäste auf der alten Aischbrücke leider nichts anderes zu sehen bekommen, kündigt Schmaußer an.

"Die Arbeiten laufen gut. Wir müssen jetzt schauen, dass wir aus der Gründung rauskommen", sagt Schmaußer. Dann kann mit dem eigentlichen Brückenbauwerk begonnen werden. Das kurzzeitige Hochwasser vor einigen Tagen hat die Bauarbeiten angeblich kaum beeinträchtigt.

Gebaggert wird in diesen Tagen auch im Engelgarten. Hier laufen die Vorbereitungen für die Kirchweih, die am 1. Juli erstmals in der Parkanlage beginnt. Neben einer aufgerüsteten Stromversorgung werden auch neue Kanal- und Wasseranschlüsse verlegt. Das im Rasen geplante Festzelt wird natürlich mit einem Holzboden ausgestattet.

Die Erschließungsarbeiten für die Baugebietserweiterung "Auf der Ebene" im Ortsteil Etzelskirchen fallen da neben den anderen Großprojekten schon kaum mehr auf.

Das Stadtbild gewaltig aufwerten wird auch die Generalsanierung des unter Denkmalschutz stehenden Töpfla-Anwesens in der Hauptstraße, die in vollem Gange ist. Laut Architekt Georg Leyh werden jetzt die Schäden im Dachstuhl repariert und das kunstvolle Traufgesims wieder angebracht. Sobald das Dach dicht ist, geht es an die Fassade.

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