Herzogenaurach
Verkehr

In Herzogenaurach gibt's jetzt Ortstafeln auch für Radler

Radfahren macht Spaß, Radfahren ist gesund. Immer mehr Menschen steigen in den Sattel und legen mit ihrem Drahtesel immer längere Strecken zurück. An fünf Stellen lässt die Stadt Herzogenaurach derzeit neue Ortsschilder aufstellen.
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Bürgermeister German Hacker, Klaus Fenneker von der ADFC-Ortsgruppe, Erich Petratschek und Alexander Hirsch (von links) mit einem der neuen Radweg-Ortstafeln.Foto: Richard Sänger
Bürgermeister German Hacker, Klaus Fenneker von der ADFC-Ortsgruppe, Erich Petratschek und Alexander Hirsch (von links) mit einem der neuen Radweg-Ortstafeln.Foto: Richard Sänger
Die sind aber nicht für Autofahrer gedacht, die neuen, etwas kleineren Tafeln werden an Radwegen montiert, die abseits der Straßen in die Stadt hinein- oder aus ihr herausführen.


Viel in Sicherheit investiert


"Ein Falkendorfer weiß sicher, dass hier die Stadt beginnt, aber die Radwege werden sehr häufig von Touristen genutzt", erklärte Bürgermeister German Hacker einen der Gründe. So ende der Radweg nicht in Falkendorf, sondern sei ausgewiesen bis nach Bad Windsheim.

Bekanntlich benötigen Fahrräder eine andere Infrastruktur als Autos, und Herzogenaurach hat in den vergangenen Jahren viel in den Ausbau der Radwege investiert.

Auch für die Sicherheit der Radler wurde einiges getan - sichere Übergänge sind geschaffen, Einbahnstraßen freigegeben und Fahrradständer errichtet worden.


Laut Bürgermeister hat sich gezeigt, dass sich über 50 Prozent des Verkehrsaufkommens innerhalb der Stadt abspielt. Wenn diese kurzen Wege mit dem Stadtbus oder mit dem Fahrrad zurückgelegt werden würden, könnte es spürbar ruhiger werden auf den Straßen.


Fahrradfreundliche Kommune


Im Oktober 2014 bewertete eine unabhängige Kommission die Stadt Herzogenaurach auf Fahrradfreundlichkeit, um die Mitgliedschaft in der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen in Bayern (AGFK Bayern) zu bestätigen. Wie der Bürgermeister erläuterte, habe der Anteil des Fahrradverkehrs in den letzten zehn Jahren erheblich zugenommen. Für eine Mitgliedschaft bei der AGFK Bayern seine auch einige besondere Kriterien notwendig, dazu gehörten auch die neuen Ortsschilder.

Im Dezember des vergangenen Jahres wurde die Stadt Herzogenaurach vom Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann gemeinsam mit der Landeshauptstadt München und der Gemeinde Ismaning als "Fahrradfreundliche Kommune in Bayern" ausgezeichnet. Dies ist die Voraussetzung für eine dauerhafte Mitgliedschaft in der AGFK Bayern. Die Auszeichnung hat sieben Jahre Bestand, bevor sich Herzogenaurach erneut dem Bewertungsverfahren unterziehen muss.


Dank an Arbeitskreis und ADFC


Bei der Montage des Ortsschildes durch die Bauhofmitarbeiter Erich Petratschek und Alexander Hirsch ging ein besonderer Dank des Bürgermeisters an den Arbeitskreis Mobilität der Agenda 21 und an die Ortsgruppe des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs Herzogenaurach. "Vom Arbeitskreis Mobilität und von der Ortsgruppe werden an die Radverkehrsbeauftragte Elfriede Geinzer wichtige Anregungen herangetragen", erklärte der Bürgermeister.



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