Reuth

"Ich habe heute kein Siegergefühl"

Beim Fischerstechen im Weisen- dorfer Ortsteil Reuth ging der Bürgermeister baden. Der Sieger, "Das Boderboot O2", fährt zur Belohnung nach Berlin.
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Der Bürgermeister wurde nass gemacht.
Der Bürgermeister wurde nass gemacht.
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Der Ruf: "Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin", bewahrheitete sich am Ende für "Das Boderboot O2" mit Lukas Weber, Raphael Mahr und Christian Kreiner von der Reuther Dorfgemeinschaft. Lukas Weber stieß im Finale beim Reuther Fischerstechen Sebastian Rödel vom Podest des Boots der "Nankendorfer Weihergeier" mit Andreas Götz und Thomas Mayer.

In diesem Jahr hatte Organisator und Moderator Hans Kreiner mit Pfarrerin Maria Reichel und ihrem katholischen Amtskollegen sowie Georg Meyer von der Reuther Dorfgemeinschaft eine hochkarätige Jury um sich versammelt. "Mithilfe des göttlichen Beistands wird es gerecht zugehen, und der Jury bleibt auch nichts verborgen", erklärte Kreiner.

Die Stecher hatten vier Minuten Zeit, den Gegner vom Podest zu stoßen, wurde die Zeit überschritten gab es ein Wettrudern der zwei Boote und es musste eine auf einem im Weiher verankerten Pfahl stehende Wasserflasche umgestoßen werden.
Die Jury konnte auch gelbe und rote Karten verteilen, denn Stöße an den Kopf oder in den Unterleib waren nicht erlaubt.

16 Boote kämpften am Ortsrand des Weisendorfer Ortsteils - der Dorfweiher war auch in diesem Jahr nahezu ohne Wasser - um den Pokal und den dreitägigen Aufenthalt in Berlin, den Staatssekretär Stefan Müller stiftete. Ebenso fantasievoll wie die Bootsnamen war auch manche Kluft der Besatzung, denn das beste Outfit wurde mit einem Sonderpreis belohnt.

Unter den teilnehmenden Booten war auch "Der Rathaus-Segler" mit Bürgermeister Heinrich Süß als Stecher, gerudert von Stefan Paul und Richard Singer.


Bauchgefühl trügt nicht

"Ich hab heute überhaupt kein Siegergefühl in mir", meinte der Bürgermeister schon eine halbe Stunde vor Beginn der Weihe rgaudi. Nach nicht mal drei Minuten stieß ihn dann auch Lukas Weber vom späteren Finalsieger schon in der ersten Runde, trotz der Anfeuerungsrufe der mehreren einhundert begeisterten Zuschauer, ins schlammige Wasser des Weihers.

In der Vorrunde machten die Stecher kurzen Prozess und die Stecher und Stecherinnen fanden sich nach kurzer Zeit im schlammigen Wasser wieder. "Die Herren können hier am Gartenzaun des Nachbars duschen und die Damen etwas unten rechts unter dem Apfelbaum", empfahl der Moderator den etwas schlammigen und nach Weiher riechenden Teilnehmern.

Verbissener wurde dann schon im Viertel- und Halbfinale gekämpft. Nach etwas mehr als einer Stunde standen die Sieger fest: Das Boderboot der Reuther Dorfgemeinschaft sicherte sich Gold und den Wanderpokal, gefolgt von den Nankendorfer Weihe rgeiern und den Ballgladdschern des TC 98 Weisendorf. Beim besten Outfit entschieden sich die Zuschauer nach einem Stechen zwischen "Black Pearl" und den "Sandhosn" für die Crew der Reuther Dorfgemeinschaft.

Die Reuther feiern ihre Kerwa seit über 16 Jahren immer am ersten Wochenende im August. Am 1. August 1999 wurde die in Eigenleistung errichtete Kapelle vom Domkapitular Fink geweiht und seitdem hat das Zelt bei der Kerwa immer direkt vor der Kapelle gestanden.

Die Kirchweih wird von der Reuther Dorfgemeinschaft ausgerichtet.


Teilnehmende Boote und Mannschaften:
Die Geldklimperer (Kreissparkasse Höchstadt), Nankendorfer Weihergeier (Nankendorfer Dorfgemeinschaft), Die Sandhosn (Reuther Dorfgemeinschaft), Die 3 vom Gei (Nachbarschaft Gleiwitzenweg), Der Rathaus-Segler (Rathaus-Crew Weisendorf), Das Boderboot O2 (Reuther Dorfgemeinschaft), Hussderschschuss und die Randalestecher (ohne Verein), Die Apfelstecher (Obst- und Gartenbauverein), Die Ballgladdscher (TC 98 Weisendorf), Rewa-Crew besser leben (Rewe-Center Zwingel), Die Unbestechlichen, SEG Hoderweg), Black Pearl, Die vom Dachsknock, Die großen grünen Brummer (Spedition Peetz),
Die Museumswächter (Heimatverein Weisendorf), Reinersdorfer Misch-Masch (Feuerwehr Reinersdorf) und die Tiefseetaucher (ohne Verein)

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