In der Nacht vom 12. auf den 13. August hatte die Hundeführerin Susanne mit Amy, Mitglied der Schnell-Einsatz-Gruppe der BRK Hundestaffel Fürth, ihren ersten Lebendfund!
Das Einsatzgeschehen: Ein älterer Herr kam von einem Spaziergang nicht mehr nach Hause zurück. Die Angehörigen verständigten die Polizei. Gegen Mitternacht wurden Flächenhunde und Mantrailer alarmiert. Dann die Meldung gegen 2 Uhr: Vermisste Person vom Flächensuchhund der BRK-Staffel Fürth gefunden und an den Rettungsdienst übergeben.
"Dafür arbeiten wir", sagt Edith Mühlhans von der Bereitschafts- und Staffelleitung der Bereitschaft Höchstadt-Hund im Kreisverband Erlangen-Höchstadt.
Jahrelanges Üben lohnt sich also. Rettungshundeteams trafen sich zu einem Trainingslager in Höchstadt. Aus den BRK-Hundestaffeln Fürth, Memmingen, Nordschwaben, Weiden und Erlangen-Höchstadt nahmen über 40 Hunde mit den Führern an einer umfangreichen Übung teil.

In der Nacht aktiv


Mit einer Nachtübung begannen am Freitagabend drei aufregende Tage. Auf einem Rundkurs von circa drei Kilometern mussten sechs vermisste Personen gefunden werden. Die Teams konnten sich anhand einer eingezeichneten Strecke in der Karte orientieren. Gegen 0.30 Uhr fanden sich die letzten Teilnehmer wieder in der Einsatzleitung ein und die Übung konnte um 1 Uhr morgens beendet werden.
Wie die Organisatoren mitteilen, wurden nach dem Frühstück und einer Übernachtung in den Zelten die Hunde auf die Abseilübung am Nachmittag vorbereitet. Es war wichtig, das richtige Geschirr zu finden und die Hunde bereits daran zu gewöhnen. Verschiedene Gruppen arbeiteten an der Anzeigeübung und den Geräten. Nach dem Mittagessen ging es los. In Gruppen mit ihren Gruppenleitern fuhren die Teams nach Dechsendorf, wo im Wald über dem Dechsendorfer Weiher an Steilwänden gearbeitet werden sollte.
Die Bergwacht Erlangen begrüßte bereits auf dem Parkplatz die angekommenen Teams und geleitete die Hundeführer ins Gelände. Nach einer kurzen Einweisung durch Boris Übelacker konnte losgelegt werden. Zwei Abseilstellen über fünf und zehn Meter Tiefe waren vorbereitet. Professionell seilten die Kameraden der Bergwacht die Führer mit ihren Hunden über die Steilwände ab. Eine eindrucksvolle Übung, die man nicht jeden Tag geboten bekommt. Übungen in den Flächensuchgebieten und im Trümmergelände folgten anschließend und wurden am Sonntagvormittag noch fortgesetzt. Die Mantrailinghunde sind auch auf keine genehmigungspflichtigen Gelände angewiesen. Sie führten ihre Übungen in und um Höchstadt herum durch. ft