Hannberg
Neujahrsempfang Freie Wähler

Hubert Aiwanger kritisiert die "Speckkammer" München

Zum Neujahrsempfang der Freien Wähler (FW) im Landkreis Erlangen-Höchstadt hatten die Verantwortlichen Hubert Aiwanger eingeladen.
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Die Freien Wähler empfingen ihren Vorsitzenden Hubert Aiwanger (Mitte) in Hannberg. Von links: Gerald Brehm, Irene Häusler, Hubert Aiwanger, Axel Rogner, Gabi Schmidt. Fotos: Manfred Welker
Die Freien Wähler empfingen ihren Vorsitzenden Hubert Aiwanger (Mitte) in Hannberg. Von links: Gerald Brehm, Irene Häusler, Hubert Aiwanger, Axel Rogner, Gabi Schmidt. Fotos: Manfred Welker
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Irene Häusler (FW) Kreisvorsitzende konnte in ihrer Begrüßung neben Heßdorfs Bürgermeister Horst Rehder, zahlreiche FW-Bürgermeister des Landkreises, Kreistagsmitglieder sowie Landtagsabgeordnete Gabi Schmidt begrüßen.

Aiwanger machte die aktuelle Landespolitik zu seinem Thema. Wie immer hielt er sein Referat ohne Manuskript, frei von der Leber.

Nicht hinter dem Berg hielt er mit seiner Kritik an Kanzlerin Angela Merkel und ihrer Flüchtlingspolitik. Aiwanger plädierte dafür, bestehendes Recht konsequent anzuwenden, um die Situation in den Griff zu bekommen.

Ein weiterer Punkt war die Stärkung des Bildungssystems. Es gelte, den Jugendlichen mehr Sozialkompetenz zu lehren. Aiwanger forderte ein Soziales Jahr für alle, darunter ein Praktikum für Abiturienten in Sozialbereichen. Diese abgeleistete Zeit müsse für die Rente angerechnet werden. Ein Vorteil sei, dass dieses "Projekt" bis in die innere Sicherheit hinein wirke, da es sich auch auf Migranten in der zweiten und dritten Generation erstreckt. Wichtig sei "dass es zum guten Ton gehört, das gemacht zu haben".

Richtig sei es gewesen, mit Alexander Hold einen eigenen Kandidaten für die Wahl des Bundespräsidenten aufzustellen um von der kommunalen Basis über den Landtag auch in den Bundestag hinein zu wirken. Es gelte: "Nicht das Spielfeld anderen überlassen, für eine bürgerliche Politik der Mitte."

Aiwanger wäre nicht Aiwanger, wenn er den Zentralismus in München nicht als Thema aufgegriffen hätte. Sein Motto, das er auch als "Freie-Wähler-Gen" bezeichnete, lautete daher: "Regionalität müssen wir schützen wie unseren Augapfel. Lasst den Mittelstand in Ruhe arbeiten."


Falsche Strukturpolitik der CSU

Ein wichtiger Punkt war dem Niederbayern in diesem Zusammenhang die in seinen Augen falsche Strukturpolitik der CSU-Landesregierung. "München ist eine Speckkammer, die bereits im angesammelten Speck erstickt, während andere Regionen auszubluten drohen. Statt der dritten Startbahn in München ist es besser, den Flughafen Nürnberg zu stärken."

Erich Biermann, FW-Ortsvorsitzender von Heßdorf stellte seine Gemeinde vor. Die FW stellen mit Axel Gotthard den Dritten Bürgermeister. Man habe als erstes das Problem der PWC-Anlage an der A3 bei Klebheim erkannt und an die Öffentlichkeit gebracht.

Von Biermann nahm Aiwanger als Präsent eine Wahlurne der etwas anderen Art entgegen. Im Inneren verbirgt sich ein Bierfaß zur Stärkung für die Arbeit. Natürlich ein Bier aus der Region.

Ehrungen aus der Hand von Häusler gab es für Manfred Wiehgärtner, besser bekannt als "der Kalchreuther Bäcker" zu seinem runden Geburtstag und für Joachim Wersal, für seine Tätigkeit als Bürgermeister und Kreisrat. Häusler stellte Michael Schöllkopf aus Eckental als Kandidat für die Bundestagswahl vor. Für die musikalische Umrahmung sorgten "Die Auferstandenen" unter der Leitung von Leonhard Singer.
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