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Höchstadt a. d. Aisch
Beruf

Höchstadter Schüler suchen nach dem Traumjob

Die Höchstadter Realschüler konnten sich an einem Orientierungstag über verschiedene Ausbildungen informieren.
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30 Betriebe und weiterführende Schulen haben den Schülern in einstündigen Vorträgen Informationen aus erster Hand gegeben. Foto: Franziska Rieger
30 Betriebe und weiterführende Schulen haben den Schülern in einstündigen Vorträgen Informationen aus erster Hand gegeben. Foto: Franziska Rieger
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Krankenschwester, Mechatroniker, oder doch lieber etwas mit Zahlen? Die Auswahl für junge Menschen ist groß, wenn es um deren künftige Berufswahl geht. Deswegen bietet die Realschule Höchstadt einmal im Jahr einen Berufsorientierungstag an, bei dem Arbeitgeber aus der Region und potenzielle Azubis aufeinander treffen. 150 Schüler der neunten Klassen sollen so ihrem Traumberuf näher kommen.

Insgesamt 30 Betriebe und weiterführende Schulen geben den Schülern in einstündigen Vorträgen Informationen aus erster Hand. Vier Vorträge können sich die Schüler maximal anhören. Die Auswahl an Vorträgen ist groß, von verschiedenen Ämtern über die Polizei bis hin zur Bundeswehr ist alles dabei. Natürlich präsentieren sich auch die namhaften Firmen der Region. In diesem Jahr seien besonders IT-Berufe stark gefragt, sagt Lehrerin Karin Kraus, die den Tag organisiert. Ein gewisser Schwerpunkt sei bei Jungen und Mädchen durchaus festzustellen. So seien bei Vorträgen der Polizei oder der Bundeswehr erfahrungsgemäß mehr Jungs anwesend.

Realschüler müssen sich meistens schon in der neunten Klasse entscheiden, womit sie später ihr Geld verdienen wollen. Denn Bewerbungsstart ist in der Regel schon zum Schulhalbjahr der neunten Klasse, also eineinhalb Jahre vor Ausbildungsbeginn. Angst vor der Berufswahl hätten die Schüler aber noch nicht: "Man muss die Schüler schon an die Hand nehmen, damit sie eine Orientierung finden. Das ist natürlich alles eine große Infoflut für sie", sagt Kraus. Die Schüler würden unterschiedlich auf den Druck reagieren, einen passenden Beruf zu finden. "In der heutigen Zeit ist so etwas ja auch keine Entscheidung fürs Leben. Man kann sich immer weiterentwickeln oder umschulen", so Kraus.

Um den Schülern die Berufssuche zusätzlich zu erleichtern, würden Betriebsbesichtigungen oder Fahrten zu Berufsmessen angeboten, sagt Schulleiterin Jutta Romeis. Außerdem biete die Agentur für Arbeit regelmäßig Sprechstunden an. Im Fach Informationstechnologie (IT) und in Deutsch werde geübt, wie eine gute Bewerbungsmappe aussehen muss. Daneben müsse jeder Schüler ein einwöchiges Praktikum während der Schulzeit absolvieren.


Weiter die Schulbank drücken

Viele Schüler würden nach dem Realschulabschluss noch eine weiterführende Schule, wie die Fachoberschule (FOS), besuchen. Über 30 Prozent der Höchstadter Realschüler würden sich für diesen Weg entscheiden, berichtet Kraus. Das wird auch in den Gesprächen mit den Schülern deutlich. Einige von ihnen möchten nach der Realschule auf die FOS, um dann studieren zu können oder mehr Ausbildungsmöglichkeiten zu haben.


Bewerbung muss herausstechen

Für manche der Ausbildungsberufe sei sogar ein FOS-Abschluss notwendig, etwa für den zum Kaufmann für Personaldienstleistungen. Das sagen drei Mitarbeiterinnen von Adidas in ihrem Vortrag. Sie berichten außerdem über die Ausbildungsberufe Einzelhandelskaufmann und Verkäufer. Besonders wichtig sei eine gute Bewerbung, die heraussticht, betonen die Referentinnen. Bewerbungen mit Rechtschreibfehlern, im schlimmsten Fall im Firmennamen, würden sofort aussortiert.

In einem anderen Klassenraum informiert Gerhard Menzel, Ausbildungsleiter bei der Firma Dennert, über die Berufe Industriekaufmann, Bauzeichner, Betonfertigteilbauer und Zimmerer. War das Publikum beim vorherigen Vortrag noch gut gemischt, trifft man in diesem Raum auf viele männliche Zuhörer. Besonders wichtig für die Berufswahl sei es, vorab genügend Praktika abzuleisten. "Macht viele Praktika. Streut diese in so viele Bereiche wie möglich. Sichert euch dadurch euren Beruf", so Menzel.



Janina Kopp

Janina Kopp weiß schon genau, was ihr Traumberuf ist: "Ich möchte irgendetwas mit Medizin oder Pflege machen. Ich mag es, Leuten zu helfen und für sie da zu sein. Ich will etwas Sinnvolles tun." Dafür hat die 15-Jährige schon Praktika im Höchstadter Krankenhaus und im Medizentrum in Erlangen absolviert. Weniger gefallen würde ihr ein Bürojob, bei dem man nur vor dem PC sitzt.


Darion Stappenbacher


Den Schulabschluss in der Tasche - und dann noch einmal freiwillig die Schulbank drücken? Das ist der Plan von Darion Stappenbacher. Er möchte sein allgemeines Abitur nachholen und einen Bundesfreiwilligendienst ableisten. Alternativ würde ihm auch eine Ausbildung zum Mechatroniker gefallen. Durch einen der vier Vorträge ist er auf den Beruf gekommen.


Sophia Willert

Welcher Beruf nichts für sie ist, das weiß Sophia Willert schon: "Ich will nichts Soziales machen, wie in einem Krankenhaus. Ich kann es nicht sehen, wenn es Leuten schlecht geht" Statt dessen möchte sie eine kaufmännische Ausbildung beginnen, wie ihre Mutter. Besonders wichtig in ihrem künftigen Beruf sind ihr nette Kollegen und ein gerechtes Gehalt. Außerdem würde sie gerne in der Region bleiben.

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