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Höchstadt a. d. Aisch
Soziales

Höchstadter Realschüler zeigten Herz

In Höchstadt haben sich 141 Jugendliche zwölf Monate lang in ihrer Freizeit im Freiwilligen Sozialen Schuljahr engagiert. Für diesen Einsatz dankten Schulleiterin Jutta Romeis, Lehrerin Anja Stute und Stadtjugendpflegerin Julia Weiland.
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Die Höchstadter Realschüler haben durchgehalten. Sie suchten sich selbst ihre Einsatzstellen und bewiesen im Freiwilligen sozialen Jahr Verantwortung. Fotos: Evi Seeger
Die Höchstadter Realschüler haben durchgehalten. Sie suchten sich selbst ihre Einsatzstellen und bewiesen im Freiwilligen sozialen Jahr Verantwortung. Fotos: Evi Seeger
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Welcher 14-Jährige will schon mit Kleinkindern arbeiten? Freizeit, Fußball oder andere Hobbys sind in diesem Alter doch sehr viel wichtiger. Linus Becker aus Adelsdorf und Tim Stingl aus Aisch wollten es wissen: Die Schüler der Höchstadter Realschule leisteten im Kindergarten ein Freiwilliges Soziales Schuljahr (FSSJ).

Für die beiden Freunde bedeutete das, jeden Montagnachmittag im Adelsdorfer Kindergarten Santa Maria antreten und dort zwei Stunden lang Aufgaben übernehmen. In den Kindergarten "hineingeschnuppert" hatte Linus bereits beim Boys' Day in der siebten Klasse. Denn für ihn stand fest, "beruflich einmal etwas Soziales zu machen".


Bestätigung in der Praxis

Wie sich das über einen längeren Zeitraum anfühlt, wollte der junge Adelsdorfer durch das FSSJ erleben. "Ja, es hat Spaß gemacht", sagt Linus nach dieser Erfahrung. Seinen Berufswunsch nach "etwas Sozialem" konnte die praktische Erfahrung sogar noch bekräftigen.

Noch nicht ganz so fest scheint die Berufswahl von Tim Stingl. Auch der junge Aischer will "Richtung Soziales" gehen. "Mitunter war es schon anstrengend", gab Tim zu.

Der Teamgeist der Kleinen sei noch nicht ausgeprägt. Wollte Tim Fußball spielen, beanspruchte ein Kind allein den Ball und die Aufmerksamkeit. Insgesamt haben die Erfahrungen im Kindergarten aber auch Tim gefallen. Für Tim und Linus, die bei den Pfadfindern sind und sich dort in funktionierende Strukturen einbringen, war das FSSJ eine ganz neue Erfahrung. Das Engagement wird den beiden Jungs eine Hilfe sein auf ihrem Weg.

141 Schüler, überwiegend aus achten Klassen, haben das Freiwillige Soziale Jahr erfolgreich beendet, lobte Rektorin Jutta Romeis. Mindestens 80 Einsatzstunden müssten während des Schuljahrs geleistet werden.


Wichtiger Auftrag

In der Summe ergebe das 10 800 Stunden ehrenamtlicher Arbeit - eine herausragende Leistung. Soziales Engagement sei ein wichtiger Auftrag, legte Romeis den jungen Menschen ans Herz. Jeder Einzelne könne damit etwas verändern. Einige FSSJler seien sogar an mehreren Einsatzstellen aktiv gewesen, hob Anja Stute hervor. sie ist die für das FSSJ zuständige Lehrkraft. Klarissa Kaumeier hatte sogar drei Einsatzstellen - im Turnverein, in der Bücherei und im Reitstall - und damit das Dreifache der notwendigen Stunden eingebracht. Die Schüler könnten dadurch den eigenen Horizont erweitern, sich in anderen sozialen Kontexten erleben, Schlüsselqualifikationen erwerben, Erfolge jenseits des Schulalltags erleben und Berufsfelder kennenlernen.

"Jeder Einzelne kann sich auf die Schulter klopfen und stolz sein", betonte Stadtjugendpflegerin Julia Weiland, die eng mit der Schule zusammenarbeitet. An den Schülern ist es auch, sich selbst die Aufgaben zu suchen, sich selbst um eine Einsatzstelle zu kümmern und gemeinsam mit der Einsatzstelle Vermittlungsbögen auszufüllen.

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