Höchstadt a. d. Aisch
Workshops

Höchstadter Grundschüler lernen von den Fachleuten

Die Expertentage an der Grundschule Höchstadt Süd sind eine willkommene Abwechslung im Alltag.
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Der Tuba sind die Höchstadter Grundschüler gerade so gewachsen.  Foto: Jann Weckel
Der Tuba sind die Höchstadter Grundschüler gerade so gewachsen. Foto: Jann Weckel
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Eigentlich kann es nichts Gutes bedeuten, wenn vor der Grundschule Höchstadt Süd an einem Vormittag während der Schulzeit Polizei- und Rettungsfahrzeuge stehen. Außer es ist Expertentag.


18 Workshops, 20 Experten

Zwei Mal im Schuljahr lädt die Grundschule in Person von Konrektorin Angelika Ulbrich Experten aus den unterschiedlichsten Themengebieten ein. Das Ergebnis sind zum Beispiel Workshops im Zaubern, Bogenschießen oder Filzen. Dazu informiert die Polizei über den toten Winkel, Greenpeace über Tiere in Not, und die Wasserwacht und das Rote Kreuz sind auch vor Ort. Und das alles ehrenamtlich. "Die machen das alle in ihrer Freizeit", erklärt Angelika Ulbrich. Lediglich Materialkosten, wie zum Beispiel Farbe für das Bemalen von T-Shirts, werden vom Elternbeirat übernommen.

Die Kinder dürfen dabei wählen, was sie besonders interessiert. "Das beginnt mit einem Elternbrief im Mai", sagt Ulbrich. Dort können die Kinder eine Vorauswahl aus den insgesamt 18 verschiedenen Themen in diesem Jahr treffen (mit 20 Experten).

"Ich sitze dann da und versuche, so viele Wünsche zu erfüllen wie möglich", so Ulbrich. Das Ziel sind am Ende gut überschaubare Gruppen von rund zehn Kindern pro Workshop, die im Zeitraum zwischen der ersten und zweiten Pause stattfinden. "Wenn viele Kinder einen bestimmten Workshop wählen, dann verkürzen wir die Zeit und tauschen mit einem anderen Kurs", sagt Ulbrich. "Neunzig Minuten Bogenschießen ist bei dem Wetter aber sowieso nicht so gut."

Es sei auf jeden Fall für jeden Schüler etwas dabei. "Das Programm ist jedes Jahr ein bisschen anders. Die Experten, die besonders gut ankommen, versuchen wir aber schon wieder einzuladen."


Klassen werden durchgemischt

In den Workshops treffen Kinder aus allen Jahrgangsstufen aufeinander. "Die Klassenverbände ab und zu einmal aufzulösen, ist mittlerweile modern. Bei den Workshops klappt das auch total gut, weil sich die Kinder so sehr für die Themen interessieren", freut sich Angelika Ulbrich.

Und tatsächlich: Die Kinder sind mit voller Aufmerksamkeit und Neugier dabei. Egal ob bei Blasinstrumenten, Streichinstrumenten oder beim indischen Tanz. Sie stellen Fragen, machen mit und sind begeistert, wenn sie dann auch selbst Hand anlegen dürfen.

"Wir sind die einzige Schule, die so einen Tag macht, weil es einfach ein wahnsinniger Aufwand ist", sagt Ulbrich. Aber es scheint sich zu lohnen.
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