Höchstadt a. d. Aisch
Hauptstraße

Höchstadt wundert sich über die Rostkübel

Eine rostige Angelegenheit sind die neuen Pflanzkübel, die Höchstadts Hauptstraße zieren.
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Rostiger Charme am Kübel F.: bau
Rostiger Charme am Kübel F.: bau
Der rostige Charme der Hafenkante? Industriekunst? Manche mögen in den neuen Pflanztrögen in der Höchstadter Hauptstraße die Moderne erkennen.

Gut, es gibt Stilbewusste, die hängen sich Altmetall übers Sofa. Für viele sind die Kübel, die Höchstadts Prachtmeile flankieren vor allem eines: Zum Kübeln hässlich. Und nicht nur, dass sie, obwohl nagelneu, schon rosten (gehört so).

Sie hinterlassen schon braune Spuren im neuen Pflaster. Aber nicht nur Passanten staunen über Höchstadts Schrott-Chic (englisch: trash art).

Auch der Bürgermeister sagt, er habe sich "etwas gewundert." Aber er wirbt für den Look: Als Kommune von Welt trage man das heute so. Es würde auch noch nachdunkeln. Erst einmal bepflanzt, füge es sich gut "ins Gesamtambiente."

Im Stadtrat kratzt man sich am Kopf. "Furchtbar", "diskussionswürdig". "Wer hat denn das beschlossen?" Nun ja. Hüstel, hüstel. Es war der Stadtrat selbst, der zustimmte. Erdacht hat die Rostkasten-Idee Detlef von Witzleben, Planer und Gestalter der Hauptstraße.

Jedoch ist es wie immer: Man kann es sich am Reißbrett noch so schön vorstellen. Die Realität ist meist rostiger, als gedacht.
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