Herzogenaurach
Vorhaben

Herzogenauracher Rathaus: Abriss und Neubau

Eine Überprüfung des Raumprogramms hat ergeben: Der Verwaltungsbau aus den 60er Jahren kann nicht sinnvoll saniert werden. Bis zum Jahr 2020 soll ein Neubau des Herzogenauracher Rathauses kommen. Heute Abend (ab 17 Uhr) beraten die Ausschüsse öffentlich.
Artikel drucken Artikel einbetten
In den 60er Jahren wurde das Rathaus an das historische Schloss angebaut. Dieser "neue" Trakt soll abgebrochen werden und einem Neubau weichen. Rechts hinten das Hubmann-Areal Luftbild: Jupp Hagen
In den 60er Jahren wurde das Rathaus an das historische Schloss angebaut. Dieser "neue" Trakt soll abgebrochen werden und einem Neubau weichen. Rechts hinten das Hubmann-Areal Luftbild: Jupp Hagen
+1 Bild
Der erste Satz in der Aufgabenstellung für den Architekten lautet schlicht: "Die Stadt Herzogenaurach beabsichtigt eine umfassende Modernisierung und Erneuerung der Gebäude ihrer Stadtverwaltung." Dahinter steckt die Tatsache, dass der aus den 60er Jahren stammende neuere Teil des Rathauses nicht mehr sinnvoll saniert werden kann. Der Betonbau muss abgerissen werden.

Darauf verweist Bürgermeister German Hacker (SPD) im Vorfeld einer gemeinsamen Sitzung von Planungs- und Finanzausschuss. Am Donnerstagabend wird den Räten das Raumprogramm für einen Neubau vorgelegt werden. Darüber beschließen soll dann der Stadtrat in seiner nächsten Sitzung, also noch im Juli.

Neubau am Standort möglich

Hacker zeigte sich immerhin erleichtert, dass überhaupt ein Neubau am Standort möglich ist.
Aus Platzgründen musste nämlich eine Sanierung des Traktes verworfen werden, sagt der Bürgermeister. In einem Neubau bringe der Architekt aber alle erforderlichen Räume unter. Und das Schloss habe man ja auch noch zur Verfügung.

Auf einen Ausbau des Dachgeschosses will die Stadt aber verzichten. Die negativen Überraschungen bei der Sanierung der Grenzmark-Räume seien zu groß gewesen, erinnert sich Hacker. Von den Neu- und Umbauplänen nicht betroffen ist der Ratskeller. Der solle natürlich in seiner jetzigen Form mit gastronomischer Nutzung erhalten bleiben.

Auslagerung auf Hubmann-Areal

Einschließlich der Stadtbücherei umfasst der Raumbedarf für die einzelnen Ämter 4960 Quadratmeter. Das von der Stadtverwaltung selbst erarbeitete Raumprogramm ist vom Architekturbüro Fritsch + Knodt & Klug aus Nürnberg überprüft worden. Ergebnis: Mit einer Sanierung der bestehenden Gebäude könne das ermittelte Raumprogramm nicht untergebracht werden. Gut 4000 Quadratmeter sind den Plänen zufolge am Standort möglich. Die Flächen der Stadtbücherei, Senioreneinrichtungen, Beratungsräumen und Saal sollen dann mit insgesamt etwa 400 Quadratmetern auf dem angrenzenden Hubmann-Areal nachgewiesen werden.

Stadtrat am 16. Juli

Das alles wird den Räten am Donnerstag erläutert, bevor der Stadtrat am 16. Juli dann die entsprechenden Beschlüsse fassen soll. Da geht es auch schon um den Abbruchbeschluss und die Festlegung des möglichen Baufeldes für einen Neubau. Des Weiteren soll ein Grundsatzbeschluss zur gesamten städtebaulichen Entwicklung für Rathaus und Hubmann-Areal getroffen werden, erläutert der Bürgermeister. Das Thema Stadthalle, so ergänzt er, sei separat zu behandeln.

Ziel ist es laut Hacker, dass man das Projekt bis zum Jahr 2020 realisieren kann. Es wird eines der Hauptaufgaben der Stadt in den kommenden Jahren. Während der Bauzeit von etwa zwei Jahren muss die Verwaltung anderswo untergebracht werden. Wo das sein kann, werde ebenfalls zeitnah geklärt werden müssen.

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren