Herzogenaurach

Herzogenauracher Kinder kriegen was zu sehen

Die Erweiterung der Kindertagesstätte ist fertig. Die "ausgelagerten" Krippenkinder ziehen zurück ins Kinderhaus St. Franziskus auf der Herzo Base.
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Beim Anblick der winzigen Toiletten muss auch der Bürgermeister schmunzeln.
Beim Anblick der winzigen Toiletten muss auch der Bürgermeister schmunzeln.
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Wie Architekt Erich Popp beim Ortstermin mit Bürgermeister German Hacker betonte, habe der Aufbau wie schon das Erdgeschoss durch seine Dämmung einen Passivhausstandard. Die Fußbodenheizung ist ans Fernwärmenetz angeschlossen. Das Erdgeschoss wurde als Massivbau errichtet und das jetzt fertige Obergeschoss in Holzständerbauweise. "Als wäre es immer schon so gewesen", kommentierte der Bürgermeister die Außenansicht des Gebäudes mit einem einen eigenen Eingang für die Krippe.


Panoramablick auf Baustelle

Popp, Bauleiter Jens Möhrenschlager und Albert Geinzer von der Gebäudewirtschaft sowie die stellvertretende Einrichtungsleiterin Alisa Lang zeigten die modernen und lichtdurchfluteten Räume.
"Wenn jetzt nebenan die Wohnhäuser gebaut werden, gibt es für die Kinder was zu sehen und sicher wollen alle Baggerfahrer oder Bauingenieure werden", kommentierte der Bürgermeister schmunzelnd die großen Fenster. Die Kinder müssen sich dann nicht mal stellen, entlang der Fensterfront verläuft eine Sitzbank.
Die neuen Räume wurden mit einem strapazierfähigen Indus-trieparkett aus geräucherter Eiche ausgestattet und haben einen Zugang zum Balkon, der auch als Fluchtweg dient. Amüsiert zeigte sich der Bürgermeister über den Wickelraum mit den winzigen Toiletten. "Kleiner geht nicht mehr, die nächste Stufe ist der Topf", schmunzelte Architekt Popp.
Im Wickeltisch mit einer kleinen Mini-Badewanne wurde auch eine ausziehbare Treppe eingebaut und die Kinder können selbst den Wickeltisch erklimmen.


Im Zeit- und Kostenrahmen

"Das tun sie auch und es ist auch für uns eine Erleichterung", sagte Alisa Lang. Neben dem Technikraum wurde auch ein eigener Personalraum mit Garderobe und Schließfächern eingerichtet. Wie Popp erläuterte, verlief der Anbau reibungslos und unfallfrei. Dass Zeit- und Kostenrahmen eingehalten wurde, ließ den Bürgermeister strahlen.
Ursprünglich war das Kinderhaus für den zweiten und dritten Bauabschnitt auf der Herzo Base geplant. Allerdings war bei der Planung und bei Baubeginn der gestiegene Bedarf noch nicht absehbar. Aber schon bei der Einweihung im Oktober 2103 stand fest, dass eine Erweiterung dringend erforderlich ist. Weil es nur dann Zuschüsse gibt, wenn der Bedarf anerkannt ist, konnte nicht größer gebaut werden. Allerdings hatten die Planer die Einrichtung vorausschauend so konzipiert, dass eine Erweiterung um eine Gruppe unkompliziert möglich war.
Die Stadt Herzogenaurach wächst und mit ihr der Bedarf an Betreuungsplätzen für Kinder. "Was gebraucht wird, muss auch gemacht werden", sagte der Bürgermeister. "Ich bin mir sicher dass wir in absehbarer Zeit über eine weitere Kindertagesstätte nachdenken müssen", meinte das Stadtoberhaupt abschließend.


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