Herzogenaurach

Herzo-Express: Verstärkung für Linie 200 rollt an

Gute Nachrichten gibt es für Buspendler zwischen Erlangen und Herzogenaurach. Die überfüllte Linie 200 wird ab Januar zu den Stoßzeiten entlastet. Zwei zusätzliche Fahrten und der Einsatz von Gelenkbussen sind beschlossen.
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Der "Herzo-Express" erfreut sich großer Beliebtheit. Deshalb werden weitere Busse eingesetzt.  Foto: Bernhard Panzer
Der "Herzo-Express" erfreut sich großer Beliebtheit. Deshalb werden weitere Busse eingesetzt. Foto: Bernhard Panzer
Es tut sich was auf der Buslinie 200. Mit zwei neuen Bussen bekommt der "Herzo Express" ab Januar Verstärkung. Das hat der Kreisausschuss in seiner Sitzung beschlossen. Übervolle Busse auf der Strecke zwischen Herzogenaurach und Erlangen sollen damit der Vergangenheit angehören.

Morgens wird um 8.10 Uhr und um 8.30 Uhr von Erlangen nach Herzogenaurach ein Gelenkbus eingesetzt, der mehr Kapazität hat. Am Spätnachmittag wird es zwei zusätzliche Fahrten von Herzogenaurach zurück nach Erlangen geben. Diese fahren vom Busbahnhof "An der Schütt" um 16.55 Uhr und um 17.55 Uhr ab. Damit wird zu dieser Tageszeit ein Halbstundentakt erreicht.


Nach den Ferien kann es losgehen

30 750 Euro lässt sich der Landkreis die Verbesserung des Fahrplans kosten. Frühestens ist laut Verkehrsunternehmen OVF ein Einsatz der neuen Busse erst nach Ende der Weihnachtsferien, ab 11.
Januar, möglich.

Dass es erhebliche Kapazitätsmängel gibt, ist nicht nur vom OVF, sondern auch von der Stadt Herzogenaurach mehrfach moniert worden. Auch Adidas beschwerte sich, dass die Busse vor allem am Morgen und am Abend massiv überfüllt seien. Der Andrang sei des öfteren so stark gewesen, dass Fahrgäste nicht mehr mitgenommen werden konnten. Adidas-Mitarbeiter mussten teilweise ab der Münchener Straße mit dem Herzo-Stadtbus zur Haltestelle "An der Schütt" fahren, um dort in die VGN-Linie 201 einsteigen zu können.


Immer mehr Fahrgäste

Mit ihrer Entscheidung sind die Kreisräte der Empfehlung der Verwaltung des Landratsamtes gefolgt. Diese hatte "eine zügige Aufstockung der VGN-Linie 200" vorgeschlagen, um die hohen Fahrgastzahlen bewältigen zu können und "gegebenenfalls auch neue Fahrgäste gewinnen zu können." Es wurde darauf hingewiesen, dass "ein Zuwarten bis zum Konzessionsende der VGN-Linie 200 im Dezember 2018" problematisch sei, da stark steigende Fahrgastzahlen zu erwarten seien.

"Wenn man sieht, wie positiv sich die Herzo Base entwickeln wird, ist fest davon auszugehen, dass es noch mehr Verkehr geben wird", sagte Landrat Alexander Tritthart (CSU) in der Sitzung.

Herzogenaurachs Bürgermeister German Hacker (SPD) hätte den Tagesordnungspunkt gut als Steilvorlage nutzen können, die umstrittene Stadt-Umland-Bahn (StUB) zu thematisieren. Er begnügte sich jedoch damit, zu betonten, dass der Bedarf auf der Linie Herzogenaurach-Erlangen weiter stark steigen wird. Er wies darauf hin, dass es den Hero-Express erst seit fünf Jahren gibt. Dass es nun zu so einer regen Nutzung des ÖPNV komme, sei deshalb als Erfolg zu werten. "Das ist noch die das Ende der Fahnenstange", sagte Hacker. Die Entwicklung in Herzogenaurach suche ihresgleichen.


Adidas gab den Ausschlag

Die Probleme mit den vollen Bussen - besonders viel los ist am Morgen um 8 Uhr und am Spätnachmittag um 16.30 Uhr - hat das Landratsamt eingehend geprüft. Den Hauptausschlag für die Verbesserung der Buslinie scheint Adidas gegeben zu haben. Bis 2018 wird der Konzern zwei weitere neue Gebäude errichten. Das Unternehmen wächst auch bei den Mitarbeiterzahlen weiter. Laut Beschlussvorlage des Kreistages rechnet Adidas dann mit 5500 Vollzeitstellen (derzeit 4100). Die Kosten für das VGN-Ticket werden den Mitarbeitern zu hundert Prozent von Adidas bezahlt. Ein Anreiz, der auf der Linie 200 zu spüren ist.

Im Jahr 2018 wird die Konzession für den Herzo-Express neu ausgeschrieben. Der Kreisausschuss einigte sich darauf, dass es dann zu einer umfassenden Neuauslegung der Kapazitäten der 200er Linie kommt.

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