Höchstadt a. d. Aisch
Eindrücke

Handwerken und basteln beim Altstadtfest in Höchstadt

Große und kleine Bastler, gelernte Handwerker und Kinder, die sich an den Stationen probierten, waren beim Altstadtfest vertreten.
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Mal schauen, was daraus wird, scheinen sich diese Höchstadterinnen zu fragen. Beim Drechseln kann man ja auch nicht alle Tage zuschauen.
Mal schauen, was daraus wird, scheinen sich diese Höchstadterinnen zu fragen. Beim Drechseln kann man ja auch nicht alle Tage zuschauen.
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Wie funktioniert das, welche Fähigkeiten erfordert es und was kommt am Ende dabei heraus? Mit einigen alten Handwerksberufen kann die Jugend kaum noch etwas anfangen. Beim Altstadtfest konnte man den Handwerkern auf die Finger schauen. Im Hof hinterm Rathaus hatten sich mehr Handwerker als im Vorjahr eingefunden, um sich beim Arbeiten zuschauen zu lassen.
Dana Hoffmann aus Höchstadt zum Beispiel, die Nähkurse für Kinder und Erwachsene gibt. Mit ersten leicht erlernbaren Handgriffen zeigte sie ihrem weiblichen Publikum, wie frau in dieses Hobby einsteigen kann. Bernhard Krämer, gelernter Schmied aus Ipsheim, übt sein Handwerk nur noch auf Märkten, Festen oder im Freilandmuseum aus. Und das, obwohl die Nachfrage nach Schmiedearbeiten groß sei, wie er betont. Zum Arbeiten braucht er eine mobile Feldschmiede - und seine Frau zur Unterstützung.

Rudolf und Oliver Kalb kommen aus dem oberfränkischen Schney bei Lichtenfels und sind Korbmacher. Gefragt ist ihre Kunst heute insbesondere bei der Reparatur von antiken Flechtstühlen. Überaus interessant fanden zwei Höchstadterinnen das Drechseln. Neben all den Vorführungen gab es viele bereits fertige Dinge zu bewundern und zu kaufen.


Sänger aus dem Ausland

An erster Stelle fielen die unterschiedlich gestalteten Gartendekorationen ins Auge. Alle, die es gerne nostalgisch mögen, entschieden sich wohl eher für rostiges Eisen. Daneben gab es aber auch moderne Gestaltungselemente aus glänzendem Stahl. Auch Keramik- und Töpferarbeiten, Seifen, Schmuck und Heudekorationen für Haus und Garten fanden Bewunderer und auch Käufer. Die Gäste aus den Partnerstädten ließen zunächst auf sich warten. Hatten sie am Samstag vielleicht etwas lange gefeiert? Dann aber konnte Jugendpflegerin Julia Weiland Entwarnung geben. Die jungen Musiker aus Irland und Russland waren da und konnten sich am Jugendprogramm im Engelgarten beteiligen. "Speaking, Dancing and Singing" war angesagt: Sprechen, tanzen und singen. Chris, Dave und Jean füllten musikalisch die Zeitlücke bis der Zauberer Manolo die Kinder in seinen Bann zog.

"Daddy of Trouble X", Wolfgang Köberlein, hatte mit Bernd Riehlein durchgeboxt, dass das Treffen mit den Musikern aus Russland und Irland trotz Zeitdrucks zustande kommen konnte. Denn dem EU-Förderprogramm liegen strenge Richtlinien zugrunde und alle Aktivitäten müssen genau dokumentiert werden. Bei Erfüllung werde dann aber auch "ordentlich bezahlt", wie Sybille Menzel vom Freundeskreis Krasnogorsk erläuterte. Bedingung sei, so Köberlein, dass die Gäste aus Irland und Russland echte Kontakte zu ihren Gastgebern aufbauen.

Das Kinder- und Jugendprogramm im Engelgarten war dafür die richtige Arena. Beim "Menschenkicker" trafen mindestens drei Nationen aufeinander. Nachdem sich 2015 kein einziger Verein beteiligt hatte, standen neben den Teams des Jugendzentrums in diesem Jahr eine ganze Reihe von Ehrenamtlichen zur Verfügung, die für Spiel und Kurzweil sorgten. Unter anderem die "White Sox", Baseballer aus Erlangen, die Höchstadter Musketiere, die Kickboxer des TSV, die Spielvereinigung Etzelskirchen, das Team vom Christustreff und der HEC. Im Schatten des Pavillons wurden Gläser bemalt und Basteln angeboten: Hübsche Windspiele für die laut Julia Weiland, die das Programm koordinierte, schon ein Jahr lang Klorollen gesammelt wurden.
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