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Herzogenaurach
Schauspiel

Gymnasiasten verwandeln Aula in Irrenhaus

Wenn die Mittelstufentheatergruppe des Gymnasiums am Wochenende das Stück "Irreal" auf die Bühne bringt, werden die Zuschauer verwirrende Szenen erleben.
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Den Schuss auf den Kommissar mussten die Schüler gleich mehrfach proben. Fotos: Richard Sänger
Den Schuss auf den Kommissar mussten die Schüler gleich mehrfach proben. Fotos: Richard Sänger
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"Hier ist unser Irrenhaus", erklärte Simone Aguilar. Damit war aber nicht die Schule gemeint, sondern die Bühne in der Aula des Gymnasiums, und es hatte wirklich den Anschein, als probe dort ein Haufen Irrer.
Dem ist aber nicht so. Die Mittelstufentheatergruppe übt das Stück "Irreal" von Nicole Steinsdörfer ein. Wie Lehrerin Simone Aguilar, die mit Katharina Nix und Andreas Mauser auch Regie führt, berichtete, probte die Theatergruppe auch während der Osterferien. "Da können sich die Schüler voll auf ihren Rollen konzentrieren, an normalen Tagen ist ein ständiges Kommen und Gehen in der Aula. Außerdem gibt es immer wieder Neugierige", die den Vorhang zur Seite ziehen, um zu sehen, was sich da tut.


Ein sehr persönliches Stück

Die Theatergruppe hat aber nicht nur während Ferien geprobt, sondern das Stück auch komplett umgeschrieben. Die Schüler brachten ihre eigenen Ideen ein und entwickelten dadurch ein sehr persönliches Stück. Die Lehrerin äußerte ihren Respekt über die Motivation der jungen Darsteller, die sich auch während der Probe immer wieder selbst kritisierten und überlegten, was noch besser gemacht werden kann. Da gab es auch keinen Protest, als die Regie zum Beispiel den Schuss auf den Kommissar mehrmals wiederholen ließ. Allerdings verbot Simone Aguilar dem Schüler Vincent von Jagemann, sich einfach umfallen zu lassen. "Es reicht, wenn du dir bei der Vorstellung die Knochen brichst", mahnte sie zur Vorsicht.
Zum Stück: Der Reporter Maximilian Schmidt kommt in eine psychiatrische Heilanstalt, um über deren Bewohner, insbesondere einen verbrecherischen Kommissar, eine 24-Stunden-Reportage zu verfassen. Auf das, was ihn dort erwartet, ist er jedoch nicht vorbereitet. Wer ist der wahre Chefarzt der Klinik? Was plant der General? Welches seltsame Paar bilden die Oma und das Kind und wer ist eigentlich die mysteriöse wahre Verrückte? Während der Reporter zunehmend an seine Grenzen stößt, ermittelt der Kommissar am Tatort. Der Fall wird brisant, als er schließlich Morddrohungen bekommt.
Vorstellungen in der Aula des Gymnasiums gibt es von Freitag bis Sonntag, 8. bis 10. April, jeweils um 19.30 Uhr, Einlass ist jeweils ab 19 Uhr.
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