Der Schulleiter des Gymnasiums Herzogenaurach, Norbert Schell, war gespannt, was am nächsten Morgen passiert. "Wahrscheinlich wird mir morgen die Tür aufgehalten und ich werde mit Handschlag und einem freundlichen Guten Morgen begrüßt statt einem unverständlichen Brummen", stellte sich Schell vor.
Die Klasse 10D präsentierte ihre Projektarbeit "Knigge und Umgangsformen" mit einem Theaterstück in der vollbesetzten Aula des Gymnasiums. Eingangs wurde Freiherr Adolph Knigge vorgestellt. Passend zum Anlass war Abendgarderobe erwünscht, für eine Reihe von Schülern etwas ungewohnt, aber es musste sein. Schließlich saß in der ersten Reihe eine Jury, die sich penibel Fehler und das Verhalten auf der Bühne notierte. Die 30 Gymnasiasten der Projektklasse hatten in den vergangenen Monaten insgesamt neun Tage Zeit, sich des Themas anzunehmen.
Es klappte alles mühelos, die Schüler schlüpften in wechselnde Rollen und falsches Verhalten wurde von Sprechern korrigiert. Es ging um die passende Kleidung, Dresscode, Regeln der Kommunikation, Knigge bei Tisch, Verhalten in der Gesellschaft, in der Schule sowie Knigge im Berufsleben, also alle alltäglichen Situationen. Am Ende gab es einen Scheck vom Freundeskreis, ein Geschenk für Projektleiter Peter Vogel und für die Technik und viel Lob vom Schulleiter.