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Greuth
Kolpingsfamilie

Greuth wurde im Jahr 1303 erstmals erwähnt

Die Kolpingsfamilie Höchstadt unternimmt eine Exkursionsreihe in die eingemeindeten Ortschaften. Als zweiter Zielpunkt stand Greuth auf der Agenda.
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Georg Schockel (rechts) erläutert die Besonderheiten der Marter (rechts im Bild) im Höchstadter Ortsteil Greuth.  Foto: maw
Georg Schockel (rechts) erläutert die Besonderheiten der Marter (rechts im Bild) im Höchstadter Ortsteil Greuth. Foto: maw
Für Hermann Proksch und Winfried Stocklassa ist die Ausflugsreihe wichtig, um die nähere Umgebung besser kennen zu lernen. Georg Schockel und Kreisheimatpfleger Manfred Welker erläuterten die örtlichen Besonderheiten.

Die Martersäule am westlichen Ortseingang von Greuth erklärte Georg Schockel. Sie ist aus Sandstein angefertigt, über einem Piedestal mit Diamantrustika erhebt sich eine Säule aus gedrehten Strängen. Darauf tragen zwei Kapitelle eine Aedicula.

Da sich in den Nischen auch früher schon Bilder befunden katten, ließ Schockel neue Bilder anfertigen, die den Bezug zu den umliegenden Kapellen und Kirchen herstellt. So findet sich der heilige Josef als Patron der Kapelle von Greuth abgebildet, aber auch der heilige Leonhard, Patron der Kirche von Zentbechhofen, und die Dreifaltigkeit, dieses Patronat trägt die Kirche des ehemaligen Klosters von Schlüsselau.

Greuth selbst wurde im Jahr 1303 im ältesten Würzburger Lehensbuch erstmals urkundlich erwähnt. Den Zehnten im Dorf besaßen damals zwei Vertreter des Namens Ulrich von Nainsdorf. 1333 erhielt das Kloster Schlüsselau den Zehnten in Greuth, der zuvor dem Bamberger Bürger Hermann Ungelter gehört hatte. Von den Seckendorfs ging Greuth 1601 an die Familie von Eyb. Als der Bamberger Domdekan Reinhard Anton von Eyb am 19. Juli 1722 verstarb, ging Greuth an seine Schwestern, die es 1723 an die Grafen von Schönborn veräußerten.
Eine Kapelle in Greuth wurde erstmals 1710 in den Zentbechhofener Gotteshausrechnungen erwähnt. Das jetzige Gebäude trägt am Giebel die Datierung 1885. Die ursprünglich barocke Kapelle war aus Mitteln der Ortsgemeinde Greuth erweitert und restauriert worden. Die Benediktion erfolgte am 30. Mai 1890. Anlässlich einer Viehseuche gelobten die Greuther im Jahr 1920, alljährlich an Josefi eine Wallfahrt zur Kirche in
Zentbechhofen zu machen, wenn dieses Unheil abgewendet wird. Da der Josefitag inzwischen kein Feiertag mehr ist, findet die "Greuther Wallfahrt" immer am nächst liegenden Sonntag statt. maw





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