Greuth
Vergnügen

Greuth: Ein kleines Dorf feiert Kerwa

Die Kerwagemeinschaft Greuth hatte zum Fest geladen. Die "Greuther Blos'n" sorgte für die Musik.
Artikel drucken Artikel einbetten
Im Höchstadter Ortsteil Greuth wurde der Kirchweihbaum aufgestellt.  Fotos: Sonja Werner
Im Höchstadter Ortsteil Greuth wurde der Kirchweihbaum aufgestellt. Fotos: Sonja Werner
+3 Bilder
19 Meter Baum waren es, den die Männer von der Kerwagemeinschaft Greuth am Samstag locker in die Höhe brachten. Kein Rekordmaß, aber darauf legen sie auch überhaupt keine Wert. Unter Ansage und Leitung von Wolfgang Ackermann wusste denn auch jeder, wo und wie er anpacken musste, damit das Kirchweihsymbol auch bald an seinem Platz stand. Das Wetter meinte es gut mit Aktiven und Zuschauern - drohende Regenwolken hatten sich rechtzeitig verzogen.

"Der Baum muss zum Dorf passen", sagte Vereinsgründungsmitglied Manfred Hahn, der auch für das Aussuchen der richtigen Fichte zuständig ist. Bei knapp 200 Einwohnern - davon sind 106 in der Kerwagemeinschaft Mitglied - befand er die 19 Meter also für genau richtig.
"Der Grund, warum wir Kirchweih machen, ist, damit das Dorf einmal im Jahr ganz zusammenkommt - und das klappt dann auch."

Noch eine weitere Funktion hat Hahn, dessen Sohn Christian den Verein leitet: Er gehört zur "Greuther Blos'n", der Blaskapelle aus Aktiven, die sich nur einmal im Jahr genau zu dieser Gelegenheit zusammenfindet. Vielleicht zwischendurch dass einmal ein Ständchen für einen besonderen Anlass geblasen wird, aber ansonsten nur zur Kerwa.

Zwölf bis 15 Mann Stammbesetzung hat die Blos´n und die treffen sich ein paar Wochen vor der Kerwa zum gemeinsamen Üben. Seit 2002 wird das so gemacht - soweit man sich erinnern kann, fand nur die allererste Kerwa nach der Vereinsgründung 2000 ohne die "persönliche Kapelle des Ortes" statt.

Gefeiert wurde drei Tage lang. Das Baumaufstellen war der Auftakt, versehen mit der notwendigen kulinarischen Unterlage ging es abends im Zelt weiter mit Stimmungsmusik mit den "Lederhosen". Nach dem Gottesdienst am Sonntag in der kleinen örtlichen Kapelle gab´s einen Weißwurstfrühschoppen mit der Blaskapelle Zentbechhofen. Fröhlicher Betrieb am Nachmittag mit eigenem Kinderprogramm sorgte trotz des regnerischen Wetters für einen richtigen Kirchweihtag, der mit Unterhaltungsmusik von "Michael" zu Ende geht.

Am Montag gibt es die allseits beliebten Salzknöchla dran "XXL", wie die Kerwagemeinschaft stolz betont. Mit den Stimmungsmachern Duo Con Brio klingt die Kirchweih am Abend aus. Ein Teil des Festerlöses wird wieder einem guten Zweck im Dorfleben gespendet.
Verwandte Artikel

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren