Weisendorf
Fasching

Gleich zwei Bewerber bei "Franken sucht den Supernarr"

Vier mittelfränkische Kandidaten sind im 2. Halbfinale von "Franken sucht den Supernarr", darunter gleich zwei Bewerber aus dem Landkreis Erlangen-Höchstadt: Trampel & Schnößl aus Weisendorf und Atze Bauer aus Höchstadt.
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Atze Bauer Foto: FT-Archiv
Atze Bauer Foto: FT-Archiv
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Franken sucht wieder einmal seine Supernarren - und davon den närrischsten. Das zweite Halbfinale der Fastnacht-Talentschau 2014 des Bayerischen Fernsehens ist am Freitag, 31. Januar, ab 22 Uhr zu sehen. Vier Supernarr-Kandidaten aus Mittelfranken treten gegeneinander an, der Landkreis Erlangen-Höchstadt ist sogar mit zwei Kandidaten vertreten.

Da sind zum einen "Trampel & Schnößl" aus Weisendorf. Seit 15 Jahren machen die Hauswirtschaftsmeisterin Elisabeth Ort und die Betreuungsassistentin Regina Baumgärtner miteinander Kabarett. Beim "Supernarr" geben sie einen ganz besonderen Fränkisch-Kurs als "Trampel & Schnößl". Elisabeth Ort: "Ich bin ein Trampel, der zwar das Herz am rechten Fleck hat, aber immer wieder in ein Fettnäpfchen tritt. Der Schnößl ist ein arroganter Preiß, der unbedingt Fränggisch lernen muss." Ihre Heimat Franken lieben die beiden wegen des Dialekts, des Karpfens und wegen des Nürnberger Clubs, des 1. FC Nürnberg: "Wenn wir gewinnen, ist in Weisendorf Halligalli!"

"Ich bin einfach chaotisch"

Weiterhin tritt am Freitag Atze Bauer aus Höchstadt an. Der Liedermacher und Musik-Comedian, der seit 25 Jahren in der Fastnacht aktiv ist, sieht sich als Lieder-Chaot: "Ich bin einfach chaotisch und schmeiße auch mal mein Programm mitten im Auftritt um. Das Lied ,Ein Bier auf Hartz IV', das ich beim ,Supernarr' singe, habe ich schon 100 Mal umgeschrieben und aktualisiert. Für mich ist der ,Supernarr' ein Riesenspaß, aber ich bin nicht am Ende, wenn ich nicht gewinne." Er erzählt, sein Idol sei unter anderen Mike Krüger. "Mit 15 habe ich nichts anderes gehört und kannte alle Texte auswendig. ,Mein Gott, Walter' fand ich supercool. Dann habe ich Mike Krüger zufällig 1996 auf einer Bühne kennengelernt. Der war so begeistert von mir, dass wir eine gemeinsame CD gemacht haben ("Manchmal glaub' ich Du liebst mich nicht mehr"), mit der wir dann bei Harald Schmidt aufgetreten sind. Ich bin in Franken geboren, das verbindet, und wenn ich ,Supernarr' werde, macht Höchstadt Party. Ich fühle mich als ein Supernarr, da möchte ich schon auch den offiziellen Titel tragen."
Drei Kandidaten haben sich bereits für das große Finale der Talentschau qualifiziert - im 2. Halbfinale werden die begehrten letzten Plätze vergeben.

Originell und skurril

Mit originellen Auftritten, spöttischen Vorträgen und skurrilen Musikstücken wetteifern die Kandidaten im 2. Halbfinale unter der Moderation von Volker Heißmann um die restlichen Plätze und damit um den Einzug ins Finale. Zwei waschechte Faschingsexperten beurteilen die Acts der Interpreten: Bernd Händel, der Sitzungspräsident der Kultsendung "Fastnacht in Franken", sowie der Fürther Komiker Martin Rassau. Mit von der Partie ist in dieser Folge auch die Bayern3- Moderatorin Katja Wunderlich als Gastjurorin. Für Katja Wunderlich ist der springende Punkt, "dass der Kandidat mich begeistern muss und zwar schnell. Er muss eine starke Ausstrahlung und Talent haben. Die Leute müssen mich beeindrucken, das Gesamtbild muss stimmen. Das haben viele in Ansätzen, aber es ist nicht so, dass es immer für Veitshöchheim reicht."

Jurymitglied Martin Rassau meint über den Wettbewerb: "Eine gute Nummer ist die, die sofort abgeht, sie muss zünden. Wir geben keine Entwicklungshilfe für Spaßbremsen. Man muss sehen, dass sich die Leute auf der Bühne wohlfühlen."

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