Gremsdorf
Strassenverkehr

Gefährlicher Winkel für Radler aus Gremsdorf

Der Radweg von Gremsdorf nach Höchstadt soll verlängert werden. Die Gemeinderäte haben aber auch Bedenken wegen Hochwasser.
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Eine gefährliche Engstelle  Foto: Pauline Lindner
Eine gefährliche Engstelle Foto: Pauline Lindner
Auch die Gremsdorfer radeln gern ins Höchstadter Freibad. Die Radwegverbindung endet aber an der Brücke über die Aisch am Ortseingang von Gremsdorf. Sie verläuft parallel zur Straße am Wageck, an der sich immer mehr Gewerbe ansiedelt. Das Verkehrsaufkommen steigt, auch weil die Gremsdorfer Brückenstraße und ihre Fortsetzung als Ausweichstrecke genutzt werden.

Der für Radler gefährlichste Punkt ist derzeit die Einmündung im 90-Grad-Winkel in die Ortsverbindung unmittelbar vor der Brücke. Deshalb will Gremsdorf den Radweg verlängern. Geplant ist ein Umbau der Brücke. Durch ein Schrammbord wird die Radlerpassage abgetrennt und die Fahrbahn auf eine Spur von 3,75 Metern Breite verengt. Autos müssen dann aufeinander warten.

Da die Brückenstraße recht schmal ist und vor allem in einem sehr spitzen Winkel abknickt, wird der Radweg an der Aisch entlang nach Westen geführt.
Bei einer Scheune auf Höhe des alten Feuerwehrhauses biegt der Radweg wieder nach Süden, passiert das Feuerwehrgebäude und mündet über die vorhandene Pflasterung in den Mühlweg.


160000 Euro Kosten

Für die ganze Maßnahme geht man von Kosten in Höhe von knapp 160 000 Euro aus. Allein der Brückenumbau kommt auf etwa 75 000 Euro. Die Kommune erhält vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Uffenheim einen Zuschuss von gut 60 000 Euro. Das ist die Hälfte der förderfähigen Kosten.

Der Radweg am Ufer sollte mit einer wassergebundenen Decke versehen werden. Doch in der jüngsten Ratssitzung kamen Bedenken auf, ob nicht wegen der doch ein- bis zweimal jährlich auftretenden Hochwasser jedesmal der Weg neu geschottert werden muss.


Eine Pappel soll fallen

Planer Valentin Maier gab zu bedenken, dass bei Asphalt wegen der Bodenversiegelung eine Ausgleichsfläche ausgewiesen werden muss. Die aber ist wohl auf dem Gremsdorfer Ökokonto vorhanden. Das Stück wird nicht allzu groß ausfallen, da der Baumbestand am Ufer stehen bleiben soll. Nur eine Pappel, die am Ende ihres Baumlebens steht, wird voraussichtlich abgeholzt werden, weil die Gefahr brechender Äste groß ist.

Beim Bau des Radwegs wird auch ein Stück Regenwasserkanal erneuert. Er beginnt am Ende des Mühlwegs, unterquert das Feuerwehrhaus und nimmt das Dachwasser der umliegenden Scheunen auf. Eine Kamerabefahrung zeigt viele Schadstellen. Maier riet zur Erneuerung mit einem geringeren Durchmesser, da keine Verbindung zum sonstigen Kanalnetz besteht.


Bald Baubeginn

Der Bau beginnt alsbald; die Gewerke werden jetzt ausgeschrieben. Dabei wird auch der Schlauchturm am alten Feuerwehrhaus abgerissen. Bis Mitte nächsten Jahres muss gebaut und auch abgerechnet sein.
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