Herzogenaurach
Weltgebetstag

Gebete aus Frankreich

In Herzogenaurach informierten sich Gläubige über unser Nachbarland, dem der diesjährige Weltgebetstag gewidmet ist.
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Bei der Dekoration im Saal des Liebfrauenhauses von Herzogenaurach dominierten die Farben Blau-Weiß-Rot und aus der Küche roch es sehr verführerisch. Kein Wunder, denn der Frauen-Weltgebetstag ist in diesem Jahr Frankreich gewidmet.
Zahlreiche Herzogenauracherinnen und auch einige Männer waren zur Vorbereitung des Frauen-Weltgebetstag in den Saal des Liebfrauenhauses gekommen. Ein Vorbereitungsteam um Nicole Schmidt, Marieluise Sylup, Anneliese Bittner und Katharina Raith hatte den Abend organisiert. Eine weitere Gruppe um Carola Schürrle, Renate Fichtelmann, Monika Thoma, Maria Hertel und Birgit Düthorn zeichnen für den Gottesdienst am 1. März verantwortlich.
Die Veranstaltung, die von Frauen aller Konfessionen getragen wird, steht in diesem Jahr unter dem Motto aus dem Matthäusevangelium: "Ich war fremd, ihr habt mich aufgenommen." Denn in Frankreich leben elf Prozent Migranten, vor allem aus den ehemaligen Kolonien stammen viele Menschen.
Katharina Raith hatte die Aufgabe, unser Nachbarland Frankreich vorzustellen. Natürlich stellt für viele der Spruch "Leben wie Gott in Frankreich" immer noch eine Charakterisierung dieses Landes dar. Vielen fallen zuerst Paris, gutes Essen, die Cote d'Azur, Lourdes und Taizé ein. 97 Einwohner zählt das Land pro Quadratkilometer, in Deutschland sind es mehr als doppelt so viel. Der Hauptteil der Bevölkerung lebt in Städten wie Paris, Lille, Straßburg, Toulouse, Marseille. Die französische Revolution, die am 14. Juli 1789 mit dem Sturm auf die Bastille begann, hatte eine strikte Trennung von Staat und Kirche zur Folge. Die Religion ist Privatsache, es gibt keine Kirchensteuer und keinen Religionsunterricht in der Schule. In der Landesflagge, die im Jahr 1794 während der französischen Revolution kreiert wurde, steht Blau für Egalité, Weiß für Liberté und Rot für Fraternité.
Um die Situation in Frankreich hautnah zu dokumentieren, standen zwei Frankreichkennerinnen Rede und Antwort, Ulrike Roux, die als Lehrerin lange Jahre in Frankreich gelebt hatte und Florence Girault-Sterff, die als gebürtige Französin seit mehreren Jahren in Deutschland lebt. Sowohl Roux, als auch für Girault-Sterff hoben die hohe Geburtenrate, die gute Kinderbetreuung und das hohe Kindergeld in Frankreich hervor. Dort wird scherzhaft gesagt: "Die beste Heiratspartie ist eine Witwe mit fünf Kindern!"
Die Herzogenauracher Organisatoren erklärten auch die Situation in Herzogenaurach, wo Menschen aus 95 Nationen zusammenleben. An erster Stelle die Griechen mit 322 Menschen und die Inder mit 217 Menschen. Es folgen Rumänen, Italiener, Briten, US-Amerikaner und an siebter Stelle die Österreicher.
Für die musikalische Umrahmung sorgte Brigitte Kreppel mit einer Gesangsformation, die französische Lieder und Chansons zum Besten brachte. Außerdem studierte sie einen Tanz mit den Anwesenden ein. Da das Essen mit der Familie für die Franzosen sehr wichtig ist, gab es nach dem offiziellen Teil natürlich Spezialitäten wie "Tarte au citron", marokkanischen Linsensalat, Ratatouille Niçaise und Zwiebelsuppe.

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