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Herzogenaurach
sommerkirchweih

Friede, Freude, Kirchweihbaum in Herzogenaurach

Die Tradition wird aufrecht erhalten, auch diesmal gab es wieder einen Kirchweihbaum. Und sogar noch einen kleinen dazu.
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Die Tradition wird fortgesetzt: Kirchweihbaum im Weihersbach  Fotos: Richard Sänger
Die Tradition wird fortgesetzt: Kirchweihbaum im Weihersbach Fotos: Richard Sänger
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Nach einer knappen Stunde hieß es "Baum steht" und die Ehemaligen der Stadtjugendkapelle spielten den obligatorischen Tusch. Damit hatten die monatelangen Diskussionen ein Ende, die Sicherheitsauflagen wurden erfüllt, der Baum hatte mit rund 20 Meter immer noch stattliche Maße und er stand näher am Festplatz. Die Schausteller wurden mit ihren Fahrzeugen in den hinteren Teil der Wiese verbannt und die Aktion konnte vom Rand des Festplatzes aus verfolgt werden.

Der Kerwasbaum wurde vom Großenseebacher Herbert Müller und seinen Pferden Mirabell und Marille zum Festplatz gebracht, nicht ohne den obligatorischen Halt vor der Heller-Brauereigaststätte. "Der Baum passt einwandfrei, es muss nicht immer der größte Baum sein und es ist Blödsinn, dass die einen Ortsburschen die anderen übertreffen wollen", meinte Herbert Müller vor der Gaststätte.


Auch Hans Heller, der den Zug mit Baum und Oldtimer Bulldogs mit dem Heller-Sponsorenmobil begleitete, war es wichtig, dass zur 65. Sommerkirchweih ein Baum aufgestellt wird. Die Beibehaltung der Tradition ist natürlich auch den Ortsburschen ein Anliegen, wie ihr Sprecher Fabian Reimer betonte und das Transparent am Sponsorenmobil sagte eigentlich schon alles: "Kerwaburschen Herzogenaurach zum Erhalt der Tradition".

Der Zug mit Pferden, Baum, Bulldogs und dem Oldtimer-Feuerwehrauto sowie Blasmusik sorgte natürlich für Aufsehen in der Stadt und Mirabell und Marille ließen sich die Streicheleinheiten gerne gefallen. Die Engstelle am "Ansbacher Tor" wurde erst gar nicht probiert und der Zug nahm den Weg über die Würzburger und Hans-Maier-Straße.

Bereits am Freitag war die Wiese mit Flatterbändern abgesperrt worden und Gerd Lorenz vom Ordnungsamt überzeugte sich, dass auch alles seine Richtigkeit hatte. Der im Zug mitgeführte Kranz war mit den Stadtfarben geschmückt und die Krone zeigte sich in den fränkischen Farben, gekrönt mit der Frankenfahne. "Nächstes Jahr bekomm ich auch ein T-Shirt", meinte Ludwig Hnas, der zum ersten Mal mit dabei war und sein "Praktikum" absolvierte. Das hat Bürgermeister German Hacker schon lange hinter sich, der von der Siegerehrung des Fußballturniers Fußballturnier "herzo & friends football cup" zum Anpacken kam.


Mini-Baum als Parodie

Unter dem Kommando und der Trillerpfeife von Jürgen Gumbrecht wurde der Baum in die Senkrechte gebracht, ausgerichtet und das Loch verfüllt. Mitten unter dem Aufstellen gab es schon mal einen Tusch und den Ruf "Baum steht" und die Ehemaligen machten sich den Spaß, einen "Mini-Baum" aufzustellen. Bernhard Schwab und Jürgen Hagen schnappten sich eine Baumkrone und stellten ein eigenes "Bäumchen" auf und wurden vom Bürgermeister schmunzelnd auf den einzuhaltenden Sicherheitsabstand hingewiesen. Dem Vorschlag von Bernhard Schwab, den Baum stehen zu lassen und die Weihnachtsfeier gleich hinter dem Spielplatz abzuhalten, mochten die Musikerinnen und Musiker dann doch nicht folgen.

"Das haben wir doch toll hingekriegt", meinte zweite Bürgermeisterin Renate Schroff, die das Geschehen von Beginn an verfolgte. Nach dem kräftezehrenden Aufstellen des Baumes hatten sich die Kerwaburschen nach ihrem Einzug vor den Kellern dann eine frische Maß Heller-Bier auch redlich verdient.