Herzogenaurach
Infrastruktur

Freie Fahrt zu Herzogenauracher Vereinen

Die Straße, die in Herzogenaurach die Domizile der Schützengilde, der Soli, der Musikinitiative (MIH) und des Tennisvereins erschließt, ist jetzt fertig.
Artikel drucken Artikel einbetten
Zur offiziellen Freigabe der Straße waren auch einige Vereinsvertreter gekommen. Foto: Richard Sänger
Zur offiziellen Freigabe der Straße waren auch einige Vereinsvertreter gekommen. Foto: Richard Sänger
Mit dem Durchschneiden eines rot-weißen Bandes wurde die Erschließung der Vereinsanlagen auf der Nutzung in Herzogenaurach abgeschlossen und die Straße offiziell freigegeben.
Von der Erschließung der Vereinsanlagen profitiert auch die Firma Adidas für weitere geplante Erweiterungen. Einzig die Beschilderung und die Wegweiser zu den Vereinen fehlen noch. "Die werden in den nächsten Tagen vom Bauhof aufgestellt", versicherte Bauamtsleiter Gerhard Merkel den anwesenden Vereinsvertretern. Da die Straße "An der Nutzung" im Grunde außerhalb des Stadtgebietes liegt, wird auch noch eine Tempo-30-Zone angeordnet, erklärte Bürgermeister German Hacker (SPD). Es wurden nicht nur Kanal, Wasser und weitere Leitungen unter die Erde gebracht, sondern Gehwege angelegt und auf der Haundorfer Straße eine barrierefreie Querung eingebaut.
Zur Freigabe kamen auch Vereinsvertreter der Soli, der Schützen, der Musikinitiative
(MIH) und des Tennisvereins. Die Vereinsvertreter zeigten sich erleichtert, dass die Baufahrzeuge verschwunden sind, obwohl es keinerlei Probleme gab. Im Gegenteil, die Bauarbeiter und vor allem die Firma Günther-Bau aus Stadtsteinach wurde gelobt. Diese habe nicht nur mit der Bauausführung überzeugt, sondern stand auch im ständigen Kontakt mit den Vereinen, um die Unannehmlichkeiten so klein als möglich zu halten. Schützenmeister Willy Nothdurft von der angrenzenden Schützengilde 1399 zeigte sich besonders erleichtert. "Immer, wenn wir eine Veranstaltung hatten, regnete es vorher einige Tage, und dementsprechend sahen dann die Räume aus."
Die Planungen zur Erweiterung der Vereinsansiedlungen begannen bereits im September 2011, und im Juni 2013 wurde im Stadtrat die Aufstellung eines Bebauungsplanes beschlossen. Im Oktober des vergangenen Jahres begannen die Bauarbeiten im Kreuzungsbereich und der Bau einer Linksabbiegespur an der Kreisstraße. In den letzten Wochen wurde die Zufahrtsstraße fertig und es wurden über 4000 Kubikmeter Aushub für die Rohrgraben bewegt. Da Wasser nicht bergauf läuft, mussten auch 350 Meter Druckleitung und eine pneumatische Pumpstation errichtet werden.
Die neue Straße hat eine Breite von 3,50 Meter und ist 315 Meter lang. Die Kosten für den Straßenbau beliefen sich auf 507 000 Euro und der Kanalbau verschlang 1,77 Millionen Euro. Die Planung lag in den Händen des Herzogenauracher Ingenieurbüros Gbi.
Der Bauamtschef hatte zur Freigabe ein rot-weißes Band mitgebracht. "Wenn es eine Staatsstraße wäre, hätte das Band die Farben Weiß und Blau", meinte Merkel schmunzelnd. Da das Band sehr vornehm und teuer aussah, wollte der Bauamtschef den Teilnehmern der Freigabe weismachen, dass diese Bänder im Bauamt genäht werden, aber aus Zeitgründen sei es nur drei Meter lang geworden.

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren