Herzogenaurach
Ausstellung

Frauen zeigen ihre Werke im Kunstraum Herzogenuarch

Noch bis zum 15. Juni präsentieren sich mit der Ausstellung "Welcome II" acht Künstlerinnen mit einer Auswahl ihrer Werke im KunstRaum an der Langenzenner Straße in Herzogenaurach.
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Fotos: Richard Sänger
Fotos: Richard Sänger
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Die Gemeinschaft der Künstlerinnen und Kunstförderer "GEDOK" ist das älteste und europaweit größte Netzwerk für Künstlerinnen mit rund 3400 Mitgliedern und wurde 1926 gegründet.

Elisabeth Hochleitner freute sich, dass der Kunst- und Kulturverein die acht neuen Mitglieder von Gedok-Franken, eine Regionalgruppe des Bundes-Gedok , für eine Ausstellung in Herzogenaurach gewinnen konnte. Gedok ist eine Solidargemeinschaft von Künstlerinnen aller Art, wie bildende Kunst, Literatur, Musik, Angewandte Kunst, Art-Design, Interdisziplinäre Kunst, Schauspiel und Tanz.

Die acht Künstlerinnen die auch Workshops anbieten und erst kürzlich in die GEDOK aufgenommen wurden, zeigen eine Auswahl ihrer Arbeiten. Das Anliegen von GEDOK war und ist die Förderung künstlerischer Talente von Frauen. Hochleitner stellte die Frage in den Raum: Wozu Frauen in der Kunst immer noch gefördert werden müssen? "Sind sie nicht auch in diesem Profi-Bereich emanzipierter denn je, in einer Bundesrepublik, die von einer Bundeskanzlerin regiert wird?

Nach dem Verlassen der Akademien, spüren Künstlerinnen sehr deutlich die Benachteiligungen, denen Künstlerinnen immer noch ausgesetzt sind, sei es bei den Galeristen, in der Presse und auch in den Museen.

"Ich möchte noch einen weiteren wesentlichen Aspekt hinzufügen, der die Gedok als Gemeinschaft so wertvoll macht: Der intensive Austausch bei den Gruppentreffen und der Zusammenhalt der Künstlerinnen fördert und festigt die Identität der weiblichen Künstlerpersönlichkeiten". Gerda Karina Hederer, Vorsitzende der Gedok-Franken übernahm die Aufgabe, die acht neuen Mitglieder vorzustellen.

Anita M. Franz beschäftigt sich mit dem Material Ton und ihre Objekte und Figuren zeigen ihre Auseinandersetzung mit dem archaischen Material Ton, zu dem sie eine tiefe Verbundenheit fühlt. Ihre Objekte entspringen einem Arbeitsprozess. "Dabei nutze ich oft mein körperliches Gegenübertragungsgefühl als Erfahrungsinstanz und Erkenntnisinstrument", erklärte die Künstlerin.

Bei Irene Kress-Schmidt ist die Darstellung des Menschen ein häufig auftretendes Motiv. Beim Figurenbau kombiniert sie nur solche Elemente miteinander, die sich wie zu einander passenden Puzzleteilen ohne Klebstoff, Lötkolben oder Schweißgerät miteinander verbinden lassen. Bei der Malerei will sich Kress-Schmidt dem tieferen Erlaben des Menschen annähern. Sie fängt die Intensität eines Blickes mit präzisen Pinselstrichen ein und verzichtet dabei auf jegliche Vorzeichnung. Die Vorlagen zu ihren Bildern entstammen aus ihren persönlichen Fotoalben und zeigen teils auch eine Zeitreise durch die Person in verschiedenen Altersstufen.

Die Bilder von Walburga Popp, Acryl auf Leinwand, handelt von sich bewegenden Farbströmen und dynamischen Kompositionen. So kommt Farbe zum Fließen, stockt und staut sich, um schließlich stetig weiter zu strömen und zu wachsen.

Bei Mara Ruehl geht es um die reine Farbe, um Stille und Leere. "Meine Interaktion von Farben und Flächen, die bei intensiver Betrachtung diffus zerfließen, zu wabern beginnen, pulsieren und vibrieren", umschreibt sie ihre ausgestellten Werke.

Annemarie Schuber zeigt außergewöhnliche Keramikarbeiten, sie führt grafische Ideen und keramisches Handwerk zusammen. Die ausgestellten Objekte zeigen eine interessante Vielfalt der verschiedenen Brenntechniken. Zu bewundern sind der "Rauchbrand" mit überraschenden Einfärbungen des Tons. Beim "Rakubrand" als Reduktionsbrand zeigen sich interessante Glasuroberflächen durch eine feine Rissbildung, beschert aber auch manchen unkontrollierbaren Fehlschlag, erzählte die Künstlerin.

Bei Silke Erdtman steht Silber im Vordergrund, der von ihr gefertigte Schmuck muss tragbar sein, kombinierbar, modern und trotzdem zeitlos. Sie bevorzugt geometrische Formen, wie Kreis, Quadrat oder Navette und klassische Schmuckmaterialien wie Silber, Unedlem oder Acrylglas. "Weniger ist immer mehr", sagt sie zu ihrer ausgestellten Kollektion.

Die sehenswerte Ausstellung ist noch bis zum 15. Juni zu sehen.

Zu den Öffnungszeiten wird immer eine Künstlerin anwesend sein.
Am Samstag, 7. Juni von 10.00 bis 17.00 Uhr findet ein Workshop "Kreatives Schreiben" für alle Interessierten mit den Literatinnen Helga Böhnke und Birgit Hächl statt.

Am Sonntag, 8. Juni um 15.00 Uhr wird zu einer Lesung der am Vortag erarbeiteten Texte eingeladen
Finissage am Sonntag, 15. Juni um 15.00 Uhr mit Künstlertreff


Öffnungszeiten:

Donnerstags 17 bis 19 Uhr, samstags und sonntags von 11 bis 18 Uhr








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