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Hemhofen
Feuerwehrzentrum

Feuerwehrhaus Hemhofen macht Fortschritte

Nach der Fusion der Freiwilligen Feuerwehren aus Hemhofen und Zeckern geht auch die räumliche Zusammenlegung voran.
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Sieben Tore und neue Räumlichkeiten im Gebäude im Hintergrund: Das Feuerwehrzentrum Hemhofen. Foto: Jann Weckel
Sieben Tore und neue Räumlichkeiten im Gebäude im Hintergrund: Das Feuerwehrzentrum Hemhofen. Foto: Jann Weckel
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"Das Gerüst ist weg", schrieb die Freiwillige Feuerwehr Hemhofen/Zeckern am 12. April auf ihrem Facebook-Profil. Und tatsächlich: Mittlerweile ist ein völlig unverstellter Blick auf das neue Feuerwehrzentrum möglich. "Wir hoffen, dass der Umzug Ende Juli stattfinden kann", sagt Bürgermeister Ludwig Nagel (CSU).


Fusion kommt zum Abschluss

Dann ist sie auch räumlich abgeschlossen, die Fusion der Feuerwehren. "Schon vor dreißig Jahren sollte fusioniert werden", so Nagel. "Da war die Zeit wohl nicht reif. Es ist allgemein nicht einfach, Feuerwehren zusammenzulegen."

Auch bei den beiden traditionsreichen Feuerwehren sei das Projekt nicht nur auf Gegenliebe gestoßen. Das gilt auch für das neue Feuerwehrzentrum. "Mittlerweile spüre ich aber breite Zustimmung. Die breite Masse steht zum neuen Feuerwehrhaus und freut sich darauf", so der Bürgermeister.

Die Suche nach dem richtigen Standort hatte einige Zeit in Anspruch genommen. 2013 war noch eine Freifläche neben dem Seniorenheim favorisiert worden. Als Ludwig Nagel allerdings 2014 das Bürgermeisteramt übernahm, rückte schnell der Bauplatz auf dem Gelände des Bauhofs ins Blickfeld. "Wir sind hier in einem Gewerbegebiet. Das ist schon wegen der Lärmemissionen ein großer Vorteil."

Davon sieht Ludwig Nagel noch einige mehr: "Beispielsweise kann die Heizanlage hier von Feuerwehr und Bauhof gemeinsam genutzt werden. Langfristig werden die Folgekosten niedriger sein, als bei einem eigenen Standort." Und: "Einige aktive Feuerwehrmitglieder arbeiten im Bauhof." Kurze Wege im Ernstfall also.

Das neue Feuerwehrhaus wird Platz für sechs Fahrzeuge bieten: "Langfristig ist mit fünf Fahrzeugen für die neue gemeinsame Feuerwehr geplant. Eine Erweiterung für sieben Fahrzeuge ist aber möglich", erklärt Nagel.
Im Inneren des Gebäudes, wo bald die Maler und Fliesenleger anrücken, hängen viele Kabel an der Wand. "Wir wollen technisch langfristig auf dem neuesten Stand sein, deswegen sorgen wir vor", so Nagel.

Im Obergeschoss finden sich Räumlichkeiten, zum Beispiel für die Jugendfeuerwehr und je ein Raum für die beiden Feuerwehrvereine aus Hemhofen und Zeckern. "Es wurden ja nur die Aktiven zusammengelegt", erläutert Ludwig Nagel.

Die Kosten für das neue Feuerwehrzentrum belaufen sich auf rund 2,5 Millionen Euro. "Wir sind zuversichtlich, dass wir damit hinkommen", erklärt Nagel. Als nächstes werden nun die neuen Parkplätze auf dem Bauhofgelände sowie die eigene Feuerwehrzufahrt zur Staatsstraße angelegt, die für den normalen Verkehr gesperrt sein wird.

Doch was passiert mit den beiden alten Feuerwehrhäusern? "Das in Zeckern wird verkauft. Das wird wohl abgerissen und zu Bauland", erklärt Nagel. "Das in Hemhofen wird vorerst als Ausweichmöglichkeit behalten, wenn die Schule renoviert wird."
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