Happy End im Storchennest auf der alten Synagoge in Uehlfeld: Ein Baby-Storch, der außerhalb des Nestes auf einem benachbarten Scheunendach liegend gefunden und von der Uehlfelder Feuerwehr in Sicherheit gebracht wurde, ist wieder bei Eltern und Geschwistern im Nest. Mama Storch nahm den Kleinen sofort wieder an und begann ihn gleich nach seiner Rückkehr zu füttern.

Storchenvater hilft


"Mein Mann Rudolf wartete in der Raiffeisenstraße auf seinen Posaunenchorkollegen, weil sie zur Probe wollten", sagt Edith Weiß. "Da entdeckte er das außerhalb des Nestes liegende Küken. Nachdem er mir Bescheid gesagt hatte, versuchte ich, den Uehlfelder Storchenkümmerer Gerhard Bärthlein zu erreichen. Der befand sich jedoch außerhalb. Gemeinsam mit Nachbarin Heike Müller und anderen kamen wir dann auf die Idee, den Höchstadter Storchenvater Edmund Lenz zu informieren. Außerdem ging ein Hilferuf von uns an die hiesige Feuerwehr und den Bürgermeister. Die Helfer waren dann ganz schnell da." Kommandant Achim de Wendt beschreibt den Einsatz kurz und bündig; "Nach offizieller Alarmierung durch die Gemeinde kurz vor 20 Uhr rückten wir mit einer vollen Gruppe - neun Mann also - aus. Zum Glück lag das Kleine innerhalb der Reichweite unserer Steckleiter. Eine längere Drehleiter, die bis zum einiges höher gelegenen Nest reicht, gehört nicht zu unserer Ausrüstung. Alle neun packten mit an - Lage orten, Sicherheit gewährleisten und so weiter - und ein junger Kamerad konnte das Werk dann vollenden. Das Störchlein wurde in einen vorbereiteten Karton gelegt und Herrn Lenz übergeben."

Gut genährt


Edmund Lenz versorgte den Kleinen. Er bezeichnete ihn als soweit gesund und gut genährt. Über die Gründe, warum er - oder sie, bei Babystörchen ist das nicht ohne weiteres festzustellen - außerhalb des Nestes lag, kann man nach seinen Worten nur spekulieren.
Da nach Angaben der Nachbarn aber bereits ein weiteres Küken tot auf der Straße lag, vermutet er am ehesten den Angriff von Fremdstörchen. Dazu würde auch das positive Verhalten der Mutter nach Rückgabe ihres Kindes passen.
Nach der Zwischenpflege zurückgebracht wurde der kleine Unglücksrabe dann von der Höchstadter Feuerwehr. "Nachbarschaftshilfe" lächelte Kommandant Wolfgang Glotz. "Normalerweise fahren wir solche Einsätze nur im unmittelbaren Stadtgebiet. Aber die Drehleiter der Feuerwehr Neustadt/Aisch, deren Kollegen eigentlich zuständig gewesen wären, befindet sich zur Zeit in Reparatur. Da sind wir natürlich eingesprungen. Das Störchlein kann ja nichts dafür."