Hammerbach
Jahreshauptversammlung

Feuerwehr Hammerbach ehrt langjährige Mitglieder

Die freiwillige Feuerwehr Hammerbach hatte zur Jahreshauptversammlung geladen. Dort stand neben der Wahl eines stellvertretenden Kommandanten auch die Ehrung langjähriger aktiver und passiver Mitglieder auf der Tagesordnung.
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Vorsitzende Christina Harrer bei ihrem Bericht. Alle Fotos: Sänger
Vorsitzende Christina Harrer bei ihrem Bericht. Alle Fotos: Sänger
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Das jüngste Mitglied fehlte diesmal bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Hammerbach. Aber zu dieser Uhrzeit schlummerte die zweijährige Sophie wahrscheinlich schon in ihrem Bettchen, vor zwei Jahren protestierte sie noch gegen den Bericht des Vorsitzenden.

Dafür war mit dem 84-jährigen Hans Weller das älteste Mitglied gekommen und wurde von der jungen Vorsitzenden Christina Harrer und Kommandant Christian Friese für seine 70-jährige Mitgliedschaft geehrt. "Damals ging es möglichst früh zur Feuerwehr und während des gesamten Krieges war aktiver Dienst bei der Feuerwehr", erzählte Weller, der dann später nach Welkenbach heiratete, den Hammerbachern aber treu blieb.


Die Vorsitzende und der Kommandant konnten bei der Versammlung aber noch weitere Mitglieder für 20 und 25 Jahre ehren, denn auch Bürgermeister German Hacker (SPD) und der Herzogenauracher Kommandant Matthias Rocca gratulierten.

Neuwahl des stellvertretenden Kommandanten

Vor Beginn der Versammlung gab es aber noch eine Amtshandlung abzuwickeln, ein stellvertretender Kommandant musste gewählt werden. Da es mit Florian Geinzer nur einen Bewerber gab, konnte Bürgermeister Hacker schon nach wenigen Minuten das Ergebnis bekanntgeben und den neuen Stellvertreter von Christian Friese beglückwünschen.

Mit einer Präsentation berichtete Friese ausführlich von 16 Einsätzen der insgesamt 51 aktiven Feuerwehrleuten. In den Reihen der drei Löschgruppen befinden sich 25 Atemschutzgeräteträger, fünf Frauen sowie vier Jugendliche sind aktiv. Die vier Brandeinsätze und elf technischen Hilfeleistungen summierten sich auf 464 Einsatzstunden.

Die Hammerbacher Feuerwehr legt großen Wert auf Aus- und Weiterbildung, so wurden 38 Gruppenübung, eine Gesamtübung und drei mal Unterricht abgehalten. Dazu kamen noch Lehrgänge für die Atemschutzgeräteträger, die Ausbildung zum Truppmann sowie ein Fahrsicherheitstraining für Maschinisten in Scheinfeld. Vier Jugendliche legten die Jugendleistungsspange ab und beteiligten sich am Wissenstest und zwei Feuerwehrfrauen besuchten das Frauenseminar. Besucht wurden aber auch die Schulungen, die bei der Stützpunktwehr in Herzogenaurach stattfanden.

Kritik an der Integrierten Leitstelle

Friese hatte aber auch Kritik an der Alarmierung durch die Integrierte Leitstelle - der Kommandant meinte damit die zahlreichen Unfälle zwischen Hammerbach und Weisendorf. So wurden innerhalb weniger Tage bei Unfällen an gleicher Stelle immer wieder andere Wehren alarmiert. "Wie soll ich da meine Leute noch motivieren, wenn wir bei Unfällen am Ortsrand überhaupt nicht alarmiert werden?", meinte Friese, denn der Alarmplan sei in Ordnung. Dem konnte Bürgermeister Hacker, der für die aktive Mannschaft sehr viel Lob übrig hatte, auch keine Lösung anbieten, "die muss mit der Feuerwehrlandkreisführung erörtert werden", so sein Vorschlag.

Bürgermeister Hacker verwies auch auf die Einführung des Digitalfunks, der im gesamten Landkreis als ein Pilotprojekt startet. Deshalb müssen für die Herzogenauracher Feuerwehren rund 147.000 Euro ausgegeben werden, abzüglich der noch nicht bekannten Zuschüsse. Matthias Rocca kündete dafür eine Schulung an, denn "nur mit Einschalten der Geräte ist es nicht getan, die können nämlich etwas mehr." Der Herzogenauracher Kommandant kündigte aber noch eine weitere Pilotausbildung an, die einzige in Bayern - so wird die Grundausbildung geändert und als Modulausbildung in Herzogenaurach stattfinden.

Wetter ließ zu wünschen übrig

Aber auch die Vorsitzende des 214 Mitglieder zählenden Vereins Christina Harrer konnte von einem arbeitsreichen ersten Jahr als Vorsitzende berichten. Bei einigen Veranstaltungen für die Mitglieder war allerdings der Wettergott nicht auf Seiten der Hammerbacher. "Wir werden das eben in diesem Jahr wieder probieren und hoffen auf ein Einsehen beim geplanten Grillfest", meinte die engagierte Vorsitzende. Die Besucherzahlen machten sich auch in der Kasse bemerkbar, "das sind verkraftbare Verluste", meinte dazu Kassier Johannes Erhard. Trotz allem stellte der Verein der aktiven Mannschaft 680 Euro zur Verfügung, die dafür zehn Übermäntel für die Atemschutzgeräteträger anschaffte. Auch für die Jugend blieb was übrig, die ihre Kasse mit der Christbaum-Sammelaktion auch selbst noch etwas aufbesserte.

Vorsitzende Harrer lud gleich zum Schafkopfturnier am 16. Februar ein und am 7. Juli wird hinter dem Feuerwehrhaus gegrillt. Wenn sich genügend Mitfahrer melden, dann gibt es am 5. Oktober eine "Bremser-Tour", die nach Ingolstadt und Krassolzheim führen wird.


Ehrungen


25 Jahre Passiv: Armin Nowak, Dietmar Rusch, Erich Pohl, Konrad Geinzer, Paul Weller, Wolfgang Waletzko, Gottwald Merl, Walter Tippmann, Siegfried Schmidt

20 Jahre Aktiv: Joachim Dippacher, Georg Bucher, Christian Friese

70 Jahre: Hans Weller
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