Erlangen
Feier

Feuer und Flamme für das Schlossgartenfest

Bei herrlichem Sommerwetter genossen rund 6500 Gäste das Ambiente in der grünen Oase mitten in Erlangen. Ein großes Feuerwerk war der Höhepunkt des Abends.
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Das Barockfeuerwerk am Brunnen verzaubert die Gäste. Foto: Pascale Ferry
Das Barockfeuerwerk am Brunnen verzaubert die Gäste. Foto: Pascale Ferry
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Dieses Jahr hatte der Wettergott Erbarmen mit dem Uni-Präsidenten Joachim Hornegger. Zum ersten Mal seit sieben Jahren musste das Schlossgartenfest in Erlangen nicht verlegt werden und fand wie geplant am Samstag statt. Rund 6500 Gäste gaben sich die Ehre, darunter viele Studierende und Professoren, aber auch hochrangige Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft.
Hornegger zog in seiner Begrüßungsansprache Parallelen zwischen der Friedrich-Alexander-Universität (FAU) und dem Schlossgartenfest - beide wären offen für Innovationen, verfügten über Vielfalt und müssten mit Leidenschaft betrieben werden.
Für viele Politiker war das Schlossgartenfest kein Pflichttermin, sondern sichtlich ein Vergnügen. Innenminister Joachim Herrmann (CSU) und seine Frau trafen viele Freunde und Bekannte. Der ehemalige Oberbürgermeister (OB) Erlangens, Siegfried Balleis (CSU), der sich später noch als hervorragender Tänzer outete, und der ehemalige Ministerpräsident Günther Beckstein (CSU) begrüßten sich herzlich und teilten sich einen Tisch mit Ex-Siemensboss Heinrich von Pierer. OB Florian Janik und OB Ulrich Maly (beide SPD) plauderten an ihrem Tisch angeregt mit Uni-Kanzler Christian Zens.


Volle Tanzflächen

Vier Bands sorgten für musikalische Begleitung und für volle Tanzflächen. Im Loungebereich vor dem Schloss trat außerdem das Thomas-Fink-Quartett auf, das unermüdlich Jazz vom Feinsten bot. Um 22 Uhr präsentierte außerdem Heiko Reissig, einer der beliebtesten deutschen Operettentenöre, Lieder aus Operette und Musical.
Vielfalt und Innovationen bot das Catering. Zusätzlich zu den bewährten Anbietern haben dieses Jahr Food- und Getränketrucks Einzug in den Schlosspark gehalten. So gab es am "Goldstück"-Foodtruck orientalische Leckereien, und der "Wurst & Durst"-Truck bot des Deutschen liebstes Kantinenessen - Currywurst mit Pommes. Ein umgebautes Feuerwehrauto namens "Löschzug" hatte es sich zur Aufgabe gemacht, die Gäste mit Flüssigem zu versorgen.
Das Thema Innovation spiegelte sich in den kreativen Lichtinstallationen im Park. Von den Bäumen hängende beleuchtete Bilderrahmen und Lichttentakel eigneten sich für lustige Posen und Selbstporträts der Generation "Selfie". Auch hatten die Gäste viel Spaß mit der sogenannten Fotobox, in der man Erinnerungsfotos schießen konnte.
Ein Highlight war wie immer das große Feuerwerk um 23 Uhr. Es begann klein und harmlos mit Feuerrädchen am Barockbrunnen. Dann wurden die Raketen über dem Schlosspark gezündet und Feuerbälle hüpften im Takt zur Musik vom French Cancan über den Himmel. Nach etwa 20 Minuten endete das Spektakel mit regelrechten Donnerschlägen, die sicherlich weithin hörbar waren.
Aber das war noch nicht alles zum Thema "Feuer": um Mitternacht boten Feuerkünstler Marc Vogel und seine Kollegin eine spektakuläre Feuershow im Schlossgarten an. Vogel, der bei einer Nobelpreisverleihung bereits vor dem schwedischen König aufgetreten und vielen von der Blauen Nacht bekannt ist, begeisterte sein Publikum mit Feuerakrobatik zu Popmusik.
Nach dem Fest ist vor dem Fest: bereits wenige Stunden später öffneten sich die Tore des Schlossgartens für das Familienfest am Sonntag mit Kinderprogramm, Gastronomie und Musik.
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