Herzogenaurach
Jubiläum

FC Herzogenaurach feiert: Grüße aus der Sporthauptstadt

Bei der 100-Jahr-Feier des 1. FCH hatte Staatsminister Joachim Herrmann ein großes Lob für Herzogenaurach.
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Was wäre der KCH ohne den FC? Tänzerinnen gratulierten in FC-Trikots.  Fotos: Richard Sänger
Was wäre der KCH ohne den FC? Tänzerinnen gratulierten in FC-Trikots. Fotos: Richard Sänger
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Wie stark die Verbundenheit der aktiven und ehemaligen Spielern sowie Mitglieder zu ihrem 1. FC Herzogenaurach ist, zeigte der großartige Festabend zum 100. Jubiläum des Herzogenauracher Traditionsvereins. Das Puma Brand Center platzte schier aus allen Nähten und es mussten weitere Stühle herangeschafft werden, um alle Gäste unterzubringen. Der Vorsitzende und MdL Walter Nussel konnte zahlreiche Ehrengäste aus Politik und Wirtschaft und der Verbände, an der Spitze Staatsminister Joachim Herrmann und Staatssekretär und MdB Stefan Müller, begrüßen.

Der Festakt stand ganz unter dem Motto "Blau & Schwarz ein Leben lang" und der Traditionsverein machte sich zum Jubiläum die sportlichen Geschenke selbst. So schaffte die Frauenmannschaft den Aufstieg und die Herrenmannschaft setzte noch einen drauf - Aufstieg in die Bezirksliga, was der Vorsitzende besonders würdigte.

Auf die 100-jährige Geschichte des 1. FC blickten Vorsitzender Walter Nussel und Klaus-Peter Gäbelein zurück, der auch die umfangreiche und informative Festschrift verfasst hatte. Unterstützt von Rudolf Dassler spielte der Verein zwischen 1970 und 1981 insgesamt sieben Jahre lang in der Bayernliga. 1975 qualifizierten die Herzogenauracher sogar für die erste Hauptrunde im DFB-Pokal.

Dass der Sportverein im Vereinsleben der Stadt Herzogenaurach und im gesellschaftlichen sowie kulturellen Leben eine wichtige Rolle einnimmt, verdeutlichte auch Staatsminister Joachim Herrmann bei seiner Festrede. Ebenso wie Landrat Alexander Tritthart und Bürgermeister German Hacker.

"Herzogenaurach ist, wenn man es richtig betrachtet, die Sporthauptstadt Bayerns, eigentlich sogar Deutschlands", rief der Minister den Gästen zu und brachte damit die Gesichter des Bürgermeisters und des Landrats zum Strahlen. Sport verbindet Menschen und die Sportvereine leisten nicht nur eine beispiellose Jugendarbeit, sondern spielen auch bei der Integration von Menschen mit Behinderung und Flüchtlingen eine wichtige Rolle. Deshalb fördere der Freistaat Bayern auch den Breitensport, denn der Sport diene auch der Gesundheit. Zugleich erteilte Minister Herrmann den Ausschreitungen bei der EM in Frankreich eine klare Absage: "Das sind keine Fans, sondern Chaoten und Straftäter, solche Leute haben beim Sport nichts zu suchen", erklärte der Minister.


Teamgeist und Freundschaften

"Auch als Mitglied des ASV Weisendorf gratuliere ich sehr herzlich, die Weisendorfer wären gerne mit euch aufgestiegen", meinte Landrat Alexander Tritthart humorvoll, der natürlich auch als Landrat gratulierte und einen Umschlag für die Vereinsjugend dabei hatte. Tritthart wies noch darauf hin, dass der Landkreis Erlangen-Höchstadt bei der Lebensqualität in Bayern den Platz neun einnehme und die Sportvereine einen großen Teil dazu beitrügen.

Dass gerade im Schüler- und Jugendbereich auch die Eltern eine wichtige Rolle spielen ließ der Landrat nicht unerwähnt. So bei Fahrdiensten und es seien meist die Mütter, die Trikots waschen und bei Veranstaltungen Kuchen backen. "Auch ihnen gilt ein besonderer Dank", erklärte der Landrat unter Beifall.

In diesem Zusammenhang erklärte Vorsitzender Nussel die verbindende Wirkung des Sports, so bei der Integration verschiedener Bevölkerungsgruppen. Insbesondere für Kinder und Jugendliche sei es von großer Bedeutung, auf und neben dem Fußballplatz Werte wie Fairness, Kameradschaft und Teamgeist kennenzulernen.
Und noch etwas nehmen Kinder und Jugendliche mit, etwas was man weder lernen noch kaufen kann, nämlich Freundschaften. An keinem anderen Ort ist es laut Nussel so einfach, neue Leute kennenzulernen und neue Freunde zu gewinnen wie auf einem Sportplatz. Denn beim Training und bei den Spielen spielen Herkunft, Aussehen und soziale Stellung keine Rolle - alle kommen zusammen und bilden ein Team.

Nussel und Bürgermeister Hacker verdeutlichten dabei auch, dass bei der Vereinsarbeit dem Ehrenamt wohl die größte Bedeutung zukomme und seit der Vereinsgründung unzählige ehrenamtliche Stunden für den Verein und damit auch für die Allgemeinheit geleistet worden seien. "Ein herzliches Dankeschön im Namen aller 600 aktuellen und der vielen früheren Mitglieder an die Helfer und Stützen sowie Sponsoren unseres Vereins", dankte Nussel unter Beifall.

Stolz zeigte sich auch Matthias Bäumer als Generalmanager der Firma Puma für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Er gratulierte zu einer verrückten Saison und ließ mit einer Video-Einspielung bekannte Sportler und Persönlichkeiten Grüße zum Jubiläum übermitteln, darunter auch Lothar Matthäus. Bäumer zählte aber noch weitere bekannte Personen auf, die mit dem Verein verbunden waren, darunter die Namen Wenauer, Zenger, Reinmann, Nüssing, Stuhlfauth und viele andere mehr.


Fetziger Tanz der Gardemädels

Aus einem Karton zog Matthias Bäumer am Ende ein paar Fußballschuhe. "Eigentlich wollte ich sie für den richtigen EM-Tipp verlosen, aber bei den vielen richtigen Antworten (natürlich eine Puma-Mannschaft) bekommt sie Kevin, ich gehe davon aus, dass sein Tipp richtig ist", sagte er und überreichte dem vor Freude strahlenden Buben die neuen federleichten Fußballschuhe.

Weiterhin gratulierten mehrere Grußredner, darunter auch Walter Fellermeier vom BLSV und Vertreter befreundeter Vereine. Der Karnevalsclub Herzogenaurach (KCH), der ja aus dem FC hervorging, hatte sich was Besonderes ausgedacht. Die Tänzerinnen zeigten im FC-Trikot bei fetziger Musik einige Schautänze und durften als Belohnung stürmischen Befall entgegennehmen.

Der offizielle Teil endete nach dem Schlusswort des Vorsitzenden und am Ende durfte auch das FCH-Lied nicht fehlen und es wurde gesungen: "Was macht uns Sportlern Freude, was ist uns` aller schönstes Ziel? Das sind elf gute Freunde bei einem Fußballspiel. Fußballspieler sind wir. Fußballspieler bleiben wir. Fußballspieler woll´n wir sein beim 1. FCH".

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