Erlangen

Erlangen bleibt erreichbar

Die Deutsche Bahn baut ihr S-Bahn-Netz und die Bahnstrecke zwischen Nürnberg und Ebensfeld aus. Deshalb müssen Einwohner und Pendler in Erlangen bis zum Mai 2018 mit Straßensperrungen und Umleitungen zurechtkommen. Die Arbeiten beginnen am kommenden Montag.
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Stadtauswärts wird die Martinsbühler Straße nur noch einspurig befahrbar sein. Fotos: Christian Bauriedel
Stadtauswärts wird die Martinsbühler Straße nur noch einspurig befahrbar sein. Fotos: Christian Bauriedel
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Die Innenstadt und insbesondere die Erlanger Altstadt bleiben auch während der Bauarbeiten entlang der Bahnlinie durchgehend erreichbar, das teilt die Stadt Erlangen in einer Pressemitteilung mit. Der Autoverkehr soll während der Arbeiten über alternative Routen umgeleitet werden. Radfahrern und Fußgängern stehen weiterhin zahlreiche Zugänge offen, so die Stadt weiter. Darüber hinaus bleibt auch die Anbindung durch Busse gewährleistet.

Grund für die Sperrungen ist der Ausbau des S-Bahn-Netzes zwischen Nürnberg und Forchheim durch die Deutsche Bahn (DB), sowie der Ausbau der Bahnstrecke zwischen Nürnberg und Ebensfeld. Statt wie bisher einer Brücke mit zwei Gleisen führen künftig zwei Brücken mit insgesamt vier Gleisen über die Martinsbühler Straße.

Zweite Röhre im Tunnel
Zusätzlich beginnt die DB im Februar mit
den Bauarbeiten für die zweite Röhre des über 300 Meter langen Burgbergtunnels. Gleichzeitig passt die Stadt Erlangen die Straße sowie Fuß- und Radwege zwischen den Einmündungen Fuchsengarten und Baiersdorfer Straße an die neuen Brücken an.

Die Arbeiten beginnen am Montag, 23. Februar, und dauern voraussichtlich bis Mai 2018 an. Gegenüber der früheren Abstimmung mit der DB wurde der ursprünglich für Juni dieses Jahres geplante Baubeginn aus projekttechnischen Gründen vorverlegt. Von Montag, 23. Februar 2015 bis voraussichtlich Mai 2018 ist die Martinsbühler Straße in Erlangen für alle Fahrzeuge stadtauswärts nur noch einspurig befahrbar.

Besonderheiten für Bergkerwa
Im Zuge der Bauarbeiten wird der Straßenabschnitt unter der Unterführung Martinsbühler Straße stadteinwärts vom 23. Februar bis Mai 2018 gesperrt. Während der Bergkirchweih wird jeweils eine zweispurige Verkehrsführung ermöglicht, da der Verkehr in dieser Zeit nicht über die Bayreuther Straße umgeleitet werden kann. Ferner wird die Unterführung Münchener Straße am Altstädter Friedhof von Juli dieses Jahres bis Mai 2016 und voraussichtlich von Oktober 2016 bis Januar 2017 gesperrt.

Die Jahnstraße im Einmündungsbereich zur Martinsbühler Straße ist von Juni 2015 bis August 2017 gesperrt, weshalb in dieser Zeit eine Kfz-Anbindung nur über die Haagstraße möglich ist. Für Fußgänger und Radfahrer ist ein Notweg von der Martinsbühler Straße in die Jahnstraße geplant.

Die Umleitungen wurden auf Grundlage eines umfassenden Verkehrsgutachtens erstellt, sollen jedoch während der Bauzeit ständig überprüft und gegebenenfalls angepasst werden, verspricht die Stadt Erlangen. Die Umleitung Richtung Osten führt über die Baiersdorfer-, Bayreuther-, Essenbacher-, Spardorfer- und Palmstraße. Es ist auch möglich, von der Bayreuther- weiter über die Hauptstraße Richtung Innenstadt zu fahren.

Von der Autobahn 73 kommend, sollte man Richtung Erlangen-Zentrum (Münchener Straße, Am Ehrenfriedhof, Äußere Brucker-, Güterhallenstraße) oder Erlangen-Ost (Werner-von-Siemens-Straße) fahren. Für Fahrzeuge bis 3,30 Meter Höhe gibt es eine Ausweichroute von der Thalermühlstraße über die Gerberei und die Parkplatzstraße. Um Einzelhändler und Gewerbetreibende während der Bauphase zu unterstützen, entwickelt die Stadtverwaltung derzeit mit dem City-Management eine umfassende Kampagne, die für die Innen- und insbesondere die Altstadt wirbt. Im Rahmen eines Workshops mit Einzelhändlern wurden zudem zahlreiche konkrete Verbesserungsvorschläge erarbeitet, die bis Ostern geprüft und dann zur Beratung in den Stadtrat eingebracht werden.

Umleitung Auch die ESTW- Stadtbuslinien 283, 286, 287, 293 und die Regionalbuslinien des OVF 202, 203 und 205 sowie der Nightliner N27 und N28 werden stadteinwärts ab dem 23. Februar umgeleitet. Stadtauswärts fahren alle Linien auf der normalen Fahrstrecke.

Ersatzhaltestellen Die Linien 286 und 287 fahren ab der Ersatzhaltestelle "Schlachthof" über die A73 bis zur Ausfahrt Erlangen Zentrum, von dort zur Haltestelle "Arcaden" und weiter auf der normalen Fahrstrecke. Die Haltestellen "Martin-Luther-Platz", "Altstadtmarkt" und "Hauptbahnhof" entfallen. Die Linien 283, 293, N27 und N28 fahren ab der Haltestelle "Schlachthof" über die Baiersdorfer Straße und Bayreuther Straße zur Haltestelle "Martin-Luther Platz" und weiter auf der normalen Fahrstrecke. Die Haltestelle "Haagstraße" stadteinwärts wird nicht angefahren. Bei den Regionalbuslinien 203 und 205 entfallen die Haltestellen "Martin-Luther-Platz", "Altstadtmarkt" und "Hauptbahnhof" stadteinwärts. Als Ersatzhaltestelle dient die bereits bestehende Haltestelle "Busbahnhof Steig 1". Die Linie 202 fährt stadteinwärts die Haltestellen "Martin-Luther-Platz" und "Altstadtmarkt" nicht an. Als Ersatzhaltestelle dient die bereits bestehende Haltestelle "Hauptbahnhof" in der Calvinstraße. Die Haltestelle "Schlachthof" ist stadteinwärts um einige Meter in Richtung St. Johann verlegt.

Flyer Skizzen und Sonderfahrpläne liegen im ESTW-Kundenbüro am Hugenottenplatz und in den Bussen aus.

Sonderfahrplan Die Übersicht informiert über die betroffenen Linien: estw.de/de/Stadtverkehr/Stadtverkehr.html unter "Umleitungen", auf vgn.de, erlangen.de und erlangen-hoechstadt.de zu finden.

Bergkirchweih Die Martinsbühler Straße soll in beide Richtungen freigegeben werden.

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